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Die französische Wochenzeitung "Le Canard enchaîné" erhält für ihren Einsatz für die Pressefreiheit den Henri Nannen Preis 2011 des Verlags Gruner + Jahr. Das investigative und satirische Blatt habe zahlreiche Missstände in Frankreich publik gemacht, teilte der Verlag am Mittwoch mit.

Die 1915 gegründete Zeitung, deren Name "Die angekettete Ente" bedeutet, sei von Beginn an vollkommen unabhängig, verzichte auf Einnahmen durch Werbung und habe allen Angeboten aus Wirtschaft und Politik stets widerstanden.

"Das Motto des "Canard" lautet übersetzt: "Die Pressefreiheit verschleisst nur, wenn man sie nicht nutzt." Diesem Leitsatz fühlt sich die Redaktion verpflichtet und deckt schonungslos politische Skandale und Korruption auf in einem Land, in dem laut Verfassung Pressefreiheit herrscht, die Wahrheit aber manchmal anders aussieht.

Dafür gebühre den Kollegen Anerkennung und Respekt", sagte "Stern"-Chefredakteur Andreas Petzold zur Entscheidung der Jury. "Le Canard enchaîné" hat den Angaben zufolge eine Auflage von etwa 700'000 Exemplaren. Der Redaktion in Paris gehörten 15 Redaktoren und zwei Chefredaktoren an.

Einsatz für Pressefreiheit

Der mit insgesamt 35'000 Euro dotierte Henri Nannen Preis würdigt neben dem besonderen Einsatz für die Pressefreiheit und einem publizistischen Lebenswerk die besten journalistischen Arbeiten des vergangenen Jahres in deutschsprachigen Medien. Die Preise werden am 6. Mai in Hamburg verliehen.

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SDA-ATS