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Hilfsorganisationen fordern mehr Geld für Hungernde in Sahelzone

Für ihren Kampf gegen die drohende Hungersnot in der Sahelzone haben mehrere Hilfsorganisationen eine deutliche Aufstockung der Mittel gefordert. Wegen einer "riesigen Lücke" bei den Mitteln für Hilfsprojekte seien in den kommenden Monaten Millionen Menschen von Hunger bedroht.

Dies erklärten die Organisationen Oxfam, Save the Children, World Vision und Action Contre la Faim am Montag. Demnach konnten die Hilfsorganisationen bislang erst 52 Millionen Dollar (rund 47 Millionen Franken) zusammentragen. Insgesamt werden jedoch 250 Millionen Dollar für Nothilfeprojekte für sechs Millionen Menschen in der Region benötigt.

Den Organisationen zufolge betrifft die Nahrungsmittelkrise derzeit vor allem den Tschad, Mali, Mauretanien und Niger. Aber auch Burkina Faso, der Senegal und nördliche Regionen von Nigeria und Kamerun seien bedroht, erklärten die Hilfsorganisationen in der senegalesischen Hauptstadt Dakar.

In der Sahelzone des Tschad habe der Anteil der akut unterernährten Menschen an der Bevölkerung bereits die kritische Grenze von 15 Prozent überschritten, sagte Patricia Hoorlbeke von Action Contre la Faim.

Steve Cockburn von Oxfam verwies auf die zunehmend bedrohliche Situation für Familien in Westafrika. "Wir haben schon Frauen gesehen, die in Ameisenhaufen nach Körnern suchen mussten", sagte er. Die Vereinten Nationen hatten die internationale Gemeinschaft im Februar um Hilfsgelder in der Höhe von 725 Millionen Dollar für die Sahelzone gebeten.

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