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Eine lebhafte Debatte, einige Kontroversen, aber keine Sensationen: Auch nach der dritten Fernsehdebatte der demokratischen Präsidentschaftsbewerber marschiert Ex-First Lady Hillary Clinton weiter auf die Spitzenkandidatur zu.

Die vom TV-Sender ABC organisierte Debatte fand in Manchester im Bundesstaat New Hampshire statt, in dem Anfang Februar die zweite Vorwahl abgehalten wird. Bei ihrem Auftritt am Samstagabend (Ortszeit) lieferten sich Clinton, der unabhängige Senator Bernie Sanders und der Ex-Gouverneur von Maryland, Martin O'Malley, vor allem Auseinandersetzungen über die Syrien-Strategie, eine Verschärfung der US-Waffengesetze und die künftige Besteuerung der Mittelschicht.

Die Debatte blieb im Ton bei weitem höflicher und freundlicher als die bisherigen Fernsehdiskussionen der republikanischen Präsidentschaftsbewerber. Sanders entschuldigte sich sogar bei Clinton für einen Streit, der das demokratische Lager zuletzt beschäftigte: Ein inzwischen gekündigter Mitarbeiter von Sanders hatte einen Informatikfehler genutzt, um sich vertrauliche Wahldaten der Mannschaft um Clinton zu beschaffen.

Harte Attacken gab es nur gegen den republikanischen Präsidentschaftsbewerber Donald Trump: Clinton warf ihm angesichts seiner Aussagen zu Islam und Sicherheit vor, er sei "dabei, der beste Rekrutierer" der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) zu werden.

Die Extremisten würden die anti-muslimischen Reden von Trump in ihren Rekrutierungsvideos zeigen. Trump hatte zuletzt mit seiner Forderung nach einem US-Einreiseverbot für Muslime für Empörung gesorgt.

Clinton unangefochten in Führung

Doch auch wenn sich die Demokraten in ihrer Ablehnung von Trump einig waren, so waren sie bei Themen der Aussenpolitik, beim Waffenrecht oder in der Finanzpolitik doch unterschiedlicher Ansicht. So kam es unter anderem zu einer Auseinandersetzung, weil Sanders das von Clinton geforderte Überflugsverbot über Syrien ablehnt.

Auch hielt er Clinton vor, den US-Einmarsch 2002 in den Irak unterstützt zu haben. Clinton wiederum versicherte, dass sie keine US-Bodentruppen in Syrien oder im Irak wolle.

Clinton hat zwar im bisherigen Rennen um die Spitzenkandidatur der Demokraten in Sanders einen stärkeren Widersacher gefunden als erwartet. Aber sie führt in jüngsten Umfragen US-weit in einem Verhältnis von 2:1 vor dem Senator, der sich selbst als Sozialist bezeichnet. O'Malley liegt weit abgeschlagen auf dem dritten Platz. Praktisch niemand zweifelt daran, dass der Ex-Aussenministerin die Spitzenkandidatur zu nehmen ist.

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SDA-ATS