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Für die Konsumentenorganisation Foodwatch hat sich die Firma Hipp bei der Vermarktung ihrer Kindertees die dreisteste Werbelüge 2012 geleistet und ist dafür mit dem Negativpreis "Goldener Windbeutel" ausgezeichnet worden.

Bei der selbst initiierten Online-Abstimmung hätten mehr als 44'000 Konsumenten (34,1 Prozent) für die Zuckergranulat-Tees "Früchte", "Waldfrüchte" und "Apfel-Melisse" von Hipp gestimmt, wie Foodwatch am Dienstag mitteilte. Insgesamt gaben 129'229 Menschen auf der Internetseite abgespeist.de ihre Stimme ab.

Der Kindertee bringe es auf umgerechnet zweieinhalb Stück Würfelzucker pro 2 Deziliter, hiess es. Experten würden aber empfehlen, Kindern nur ungesüsste Tees zu geben. Ein solches Getränk zu empfehlen, sei unverantwortlich.

Hipp: Konsumenten verunsichert

Hipp hatte bereits im Mai angekündigt, seine zuckerhaltigen Granulat-Tees voraussichtlich bis Jahresende vom Markt zu nehmen und künftig Kinder-Tees mit dem zahnschonenden Zuckerersatzstoff Isomaltulose anzubieten. Für Kinder unter einem Jahr gibt es diese Tees bereits.

Das Unternehmen reagierte mit Unverständnis auf die Verleihung des "Goldenen Windbeutels" für die dreisteste Werbelüge. Auf der Verpackung werde "transparent und für den Verbraucher deutlich erkennbar der Zuckergehalt der Produkte angegeben", hiess es in einer Stellungnahme.

Zudem entsprächen die Tees den strengen Vorschriften der Diätverordnung, die alle Produkte für Kinder unter drei Jahren einhalten müssten. Hipp warf Foodwatch eine Verunsicherung der Konsumenten vor.

Vierte Vergabe

Auf Platz zwei der Etikettenschwindelliste schaffte es die Viva Vital Hackfleisch-Zubereitung von Netto (27,5 Prozent). Auf Rang drei folgte Becel pro activ von Unilever (22,2 Prozent) vor Clausthaler von Radeberger (10,1 Prozent).

Der "Goldene Windbeutel" wurde zum vierten Mal vergeben. Nominiert waren fünf Produkte, die vom 22. Mai bis 18. Juni gewählt werden konnten.

SDA-ATS