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Marcel Hirscher verblüfft mit seinem Sieg im Weltcup-Riesenslalom in Beaver Creek, Colorado auch sich selber.

Mitte August nahm die Vorbereitung auf den Olympia-Winter für Marcel Hirscher eine unerwartete Wende. Auf dem Mölltaler Gletscher, an seinem ersten Trainingstag auf Schnee im vergangenen Sommer, brach er sich bei einer Unachtsamkeit den linken Knöchel.

Der Unfall, der keine Operation, aber für merhere Wochen das Tragen eines Gipsverbandes nach sich zog, war doppelt ärgerlich, zumal vor einer Saison, in der mit neuen, wieder taillierteren Ski gefahren wird. Hirscher gingen durch das Missgeschick rund drei Monate für Entwicklungs- und Abstimmungsarbeiten verloren.

Noch zu Beginn der Woche, nach seiner Anreise nach Colorado, hätte der Salzburger nicht im Traum daran gedacht, am Sonntag schon wieder ganz oben zu stehen. Am Dienstag, nach seinen ersten Trainingsfahrten in Vail unweit von Beaver Creek, hatte er von Rückständen von bis zu zwei Sekunden auf seine Teamkollegen berichtet.

Marcel Hirscher, wie haben Sie es geschafft, nach dieser Verletzung gleich wieder so schnell zu sein?

"Vier Monate verletzt zu sein, war auch für mich eine komplett neue Situation. Aber ich habe es auf die Reihe gekriegt. Wichtig war, einfach so viel wie möglich zu fahren. Ich habe mich Schwung für Schwung verbessert."

Ab wann hatten Sie im Training das Gefühl, wieder bei der Spitze dabei zu sein?

"Das war vor zwei Tagen im Training."

Ist das Ihr unerwartetster Sieg?

"Wahrscheinlich schon. Es ist schon unglaublich und kaum zu fassen. Ich kann es schwer beschreiben. Es ist alles so 'schräg'. Es war am Anfang so zäh. Aber wir haben jeden Tag Verbesserungen erzielt und einige Zehntel aufgeholt."

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SDA-ATS