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Nationalmannschaft - Mit dem historischen 5:3-Erfolg über Deutschland steht für das Schweizer Nationalteam heute Abend in Luzern (20.15 Uhr) gegen Rumänien die erste Bewährungsprobe an.
Mit dem ersten Länderspiel auf der Luzerner Allmend seit 1997 (1:0 gegen Lettland am 2. April) schliesst die Schweizer Nationalmannschaft ihre kurze Testspielphase in diesem Frühjahr bereits wieder ab. Lediglich zweimal konnte Nationalcoach Ottmar Hitzfeld sein Kader dieses Jahr bisher sichten. Doch das sportlich missglückte 2011 mit der verpassten EM-Qualifikation scheint keine Spuren hinterlassen zu haben. Gegen Argentinien unterlag die Schweiz im Februar nach einer starken Leistung erst in der Schlussphase durch individuelle Fehler noch 1:3. Und mit dem historischen 5:3 am Samstag in Basel über Angstgegner Deutschland wurde eine neue Euphorie ausgelöst, welche die Erwartungen für die im September beginnende WM-Ausscheidung deutlich erhöht hat.
"Die Erwartungen sind sicherlich gestiegen", sagte Hitzfeld gestern und offenbarte keinerlei Bedenken, dass seine Spieler diese Erwartungen nicht erfüllen könnten. "Der Sieg über Deutschland verpflichtet uns, nochmals an die Leistungsgrenzen zu gehen und dem grossartigen Publikum in Luzern ein tolles Spiel zu zeigen." Hitzfeld ist sich bewusst, dass gegen Rumänien ein komplett anderes Spiel bevorsteht. "Wir müssen die Gelegenheit nutzen, uns auf die kommenden WM-Ausscheidungsgegner Slowenien, Albanien und Zypern einzustellen. Auch die Rumänen sind technisch versiert und werden gegen uns wohl mehrheitlich auf Konter ausgerichtet sein. Solche Gegner müssen wir jedoch bezwingen, wenn wir an die nächste WM fahren wollen."
Gegen Rumänien will Hitzfeld "dem einen oder anderen Spieler eine Chance geben", zu viele Wechsel seien jedoch nicht vorgesehen. Der Coach überlegt sich insbesondere, ob er FCB-Goalietalent Yann Sommer einen ersten Einsatz im A-Team ermöglichen will. "Es ist die letzte Gelegenheit für Tests, gegen Kroatien steht im August bereits die Hauptprobe für Slowenien an." Ein Einsatz von Sommer werde jedoch nichts an der Hierarchie ändern: "Diego Benaglio ist weiterhin die unbestrittene Nummer 1 im Nationalteam." Zu erwarten ist, dass die beiden Luzerner Alain Wiss und Adrian Winter im eigenen Stadion vor ihrem Publikum zumindest zu einem Teileinsatz kommen werden. Auch Michel Morganella, der Verteidiger von Novara, dürfte Gelegenheit erhalten, sein Können unter Beweis zu stellen.
Auf den heutigen Gegner mochte der Schweizer Teamchef nicht detailliert eingehen. Coach Victor Piturca kenne er nicht persönlich, doch das Team habe zuletzt gute Resultate abgeliefert. Im November schlugen die Rumänen EM-Teilnehmer Griechenland 3:1 und Ende Februar gab es ein beachtliches 1:1 gegen Uruguay. "Ich gehe davon aus, dass der rumänische Trainer experimentieren wird. Deshalb ist es für uns schwierig, uns auf den Gegner einzustellen. Wir wissen nicht, wie er spielen wird."

SDA-ATS