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Bern - Heisse Tage und warme Nächte setzen Gemüse- und Obstkulturen zu. Solange diese bewässert werden können, merken die Konsumenten nichts davon. In einigen Anbaugebieten der Westschweiz darf allerdings ab Sonntag kein Wasser mehr aus Gewässern entnommen werden.
Zu schaffen machen Pflanzen - ob draussen oder im Treibhaus - tropisch warme Nächte. "Bei über 20 Grad transpiriert die Pflanze auch nachts, um sich abzukühlen. Dafür braucht sie Energie", sagte Johann Kling von der Strickhof Fachstelle Gemüse auf Anfrage aus. Dann wachse die Pflanze weniger.
Für die Produzenten bedeute dies tiefere Erträge und mehr Arbeit wegen der Bewässerung und wegen der Schädlingsbekämpfung. Hitze wirkt sich beim Gemüse unterschiedlich aus. Ein Beispiel sind aufschiessende Salat-Setzlinge oder Ränder an den Salatblättern.
AusgepumptTomaten wiederum werden schneller reif, und die Stauden produzieren mehr Früchte als üblich. "Dadurch altert die Staude schneller", sagt Kling. Die Folge ist, dass in drei bis vier Wochen der Ertrag schrumpft.
Ähnlich die Gurken: Die schnell wachsenden Pflanzen sind bei heissen Temperaturen schneller ausgepumpt. Bis aus der Blüte einer Gurkenpflanze eine erntereife Gurke wird, dauert es im Mittel sieben Tage. Derzeit sind es nur sechs.
Blumenkohl schliesslich ist auf Tage mit weniger als 20 Grad angewiesen. "Nur dann produziert die Pflanze weisse Blümchen", sagt Kling dazu. Verzögere sich dies wegen der Hitze, seien gestaffelt gepflanzte Setzlinge gleichzeitig erntereif.
Die Hitze stresst auch Obstbäume und Beerenstauden. "Die Sommerfrüchte leiden", sagte Georg Bregy vom Schweizerischen Obstverband. Kirschen reifen wegen der Wärme, bevor sie ihre Grösse erreicht haben. Vor allem bei grossen und deswegen preislich attraktiven Sorten sei die Ausbeute geringer.
Gutes Obstjahr erwartetDie Himbeerstauden liefern wegen der Hitze rekordhohe Tagesmengen. Die vielen Beeren könnten gleichwohl abgesetzt werden, sagte Bregy dazu, allerdings auch dank Preisnachlässen. Alles in allem erwarte der Verband nach wie vor ein gutes Obstjahr.
Im Wallis wird eine sehr gute Aprikosenernte von rund 8300 Tonnen erwartet. Der warme Sommer sei ein Segen, schrieb die Branchenorganisation Obst- und Gemüsebau Wallis. Eine so lange Hitzeperiode sei aber nicht gesund, sagte Direktor Ephrem Pannatier. Im Wallis ist das Bewässern noch erlaubt.

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SDA-ATS