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Eine Hobby-Drohne hat am Weissen Haus in Washington einen Sicherheitsalarm ausgelöst. Der Secret Service leitete am Montag eine Untersuchung zu der Frage ein, wie das Gerät auf das hoch gesicherte Grundstück des US-Präsidentensitzes fliegen konnte.

Präsident Barack Obama und seine Frau Michelle halten sich derzeit zu einem Staatsbesuch in Indien auf, die Präsidententöchter Malia und Sasha sind aber in der US-Hauptstadt.

Laut Secret Service handelte es sich bei der Drohne um einen sogenannten Quadrocopter mit einem Durchmesser von rund 60 Zentimetern. Diese ferngesteuerten Fluggeräte schwirren mit mehreren Rotoren durch die Luft, einige Modelle können Geschwindigkeiten von 70 Kilometern pro Stunde erreichen. Hobby-Piloten nutzen die Flugobjekte, um mit der eingebauten Videokamera Aufnahmen aus der Vogelperspektive zu machen.

Über Washington ist das Fliegen von Drohnen und Modellflugzeugen aus Sicherheitsgründen streng verboten. Den Angaben zufolge bemerkte ein Beamter des Secret Service in der Nacht zum Montag den Quadrocopter, der in sehr niedriger Höhe über das Gelände des Weissen Haus geflogen und an der südöstlichen Seite des Grundstücks abgestürzt sei. Daraufhin wurde die Präsidentenresidenz vorübergehend abgeriegelt.

"Keinerlei Gefahr"

Obamas Sprecher Josh Earnest bestätigte vor Journalisten in Neu Delhi, dass ein "Apparat" im Garten des Weissen Hauses gefunden worden sei. Nach ersten Erkenntnissen habe keinerlei Gefahr bestanden. Laut Secret Service kann die gefundene Drohne ganz normal im Handel erworben werden. Die für die Sicherheit des Präsidenten zuständige Polizeitruppe überprüft nun die Herkunft des Gerätes und sucht nach Verdächtigen und einem möglichen Motiv.

In den vergangenen Jahren hatten Sicherheitspannen am Weissen Haus immer wieder für Aufregung gesorgt. Im September hatte ein mit einem Messer bewaffneter Mann die Absperrung am Präsidentensitz überwunden und war durch den Haupteingang in das Gebäude gestürmt. Obama und seine Familie hatten das Weisse Haus kurz zuvor verlassen. Die Secret-Service-Chefin Julia Pierson musste wegen des Vorfalls zurücktreten.

Im November 2011 hatte ein offenbar geistig verwirrter Mann Schüsse auf das Weisse Haus abgefeuert. Bei dem Vorfall wurde niemand verletzt. Der Schütze bezeichnete sich als "moderner Jesus", der auf einer "göttlichen Mission" sei, um den "Teufel" Obama zu beseitigen. Ende März vergangenen Jahres wurde er zu 25 Jahren Haft verurteilt.

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SDA-ATS