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Überflutete Strasse entlang der Seine in Paris.

Keystone/EPA/IAN LANGSDON

(sda-ats)

Hochwasser-Alarm in Paris: Im Grossraum der französischen Hauptstadt haben bis Freitag fast 400 Menschen ihre Häuser verlassen müssen, rund tausend Bewohner waren ohne Strom. Grund sind die steigenden Pegel der Flüsse Seine und Marne.

Am Wochenende wird der Höchststand erwartet. Grund für das Hochwasser sind die ungewöhnlich starken Regenfälle der vergangenen Wochen. Am Wochenende soll der Pegel der Seine auf bis zu sechs Meter steigen, wie der Hochwasser-Informationsdienst Vigicrues auf Grundlage einer neuen Schätzung mitteilte. Zuvor waren bis zu 6,20 Meter erwartet worden.

Damit bliebe das Hochwasser niedriger als das von 2016, als ein Höchststand von 6,10 Metern gemessen wurde. Vor zwei Jahren kamen vier Menschen wegen der Fluten uns Leben, 24 wurden verletzt. Die Schäden wurden auf zwischen 900 Millionen Euro und 1,4 Milliarden geschätzt.

Die Schifffahrt auf der Seine ist untersagt. Vorsorglich sind auch Teile der Vorortbahn RER C in Flussnähe geschlossen. Sie verbindet die französische Hauptstadt unter anderem mit Schloss Versailles im Westen. Auch die überfluteten Uferwege an der Seine sind gesperrt. Die Museen in Flussnähe sind in Alarmbereitschaft und wollen notfalls Werke in Sicherheit bringen. Der Louvre hat die Abteilung zur Kunst des Islam vorsorglich geschlossen.

Der historische Höchststand der Seine von 8,62 Metern wurde im Jahr 1910 gemessen. Damals wurden insgesamt 50'000 Häuser in der Innenstadt und in Vororten überschwemmt, viele Strassen waren nur noch per Boot passierbar.

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SDA-ATS