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Den Arbeitern am Atom-Wrack Fukushima ist ein wichtiger Schritt gelungen: Alle sechs Meiler des Atomkraftwerks haben zum ersten Mal seit der Erdbeben-Katastrophe vor eineinhalb Wochen wieder eine Verbindung zum Stromnetz. Die Regierung sprach aber weiter von einer "äusserst angespannten" Lage.

Die Anbindung an die Stromversorgung ist zwar ein bedeutender Schritt auf dem Weg, die prekäre Situation in dem Atomkraftwerk wieder unter Kontrolle zu bekommen. Bevor der Strom jedoch wieder angestellt werde, müssten die Pumpen und andere Geräte in den Reaktoren überprüft werden, teilte die Betreiberfirma Tepco mit. Immerhin gelang es, im Kontrollraum von Reaktor 3 das Licht wieder einzuschalten.

Bis die Kühlsysteme wieder umfassend funktionsfähig sind, kann es noch Tage dauern. Für Reaktor 2 steht bereits fest, dass die alten Pumpen nicht mehr verwendbar sind. Neue Geräte wurden bestellt, wann sie eintreffen, stand jedoch noch nicht fest.

Gefahr nicht gebannt

Grosse Sorgen bereiteten am Dienstag ein Abklingbecken in Reaktor 2, in dem 2000 Tonnen radioaktives Material lagern. Laut der japanischen Atomsicherheitsbehörde NISA bewegte sich dort die Temperatur zeitweise um den Siedepunkt.

Nachdem die Einsatzkräfte das Becken mit Tonnen von Wasser besprüht hatten, sank die Temperatur jedoch wieder auf etwa 50 Grad Celsius. Auch der teilweise zerstörte Reaktor 3 wurde am Dienstag wieder mit Wasser bespritzt, um ihn zu kühlen.

Für neue Ängste sorgte Reaktor 1, in dessen Kern die Temperatur auf 380 bis 390 Grad angestiegen war. Normal seien knapp 300 Grad, erläuterte ein Tepco-Manager. Um den Reaktorkern etwa mit Wasser herunterzukühlen, brauche man mehr Zeit.

Verstrahlte Lebensmittel

Die radioaktive Verstrahlung der Umgebung des AKW Fukushima wird zunehmend zu einem Problem: Im Trinkwasser in fünf Orten der Präfektur Fukushima wurde ein für Babys zu hoher Wert an radioaktivem Jod festgestellt.

Auch in Gemüse waren schon sehr hohe Werte festgestellt worden. Sorge bereitet Fachleuten auch die starke radioaktive Belastung, die im Meerwasser vor der Küste Japans gemessen wurde.

Weitere Nachbeben befürchtet

Die Behörden warnten vor weiteren schweren Nachbeben in der Krisenregion. Die Beben könnten bereits beschädigte Gebäude zum Einsturz bringen oder einen weiteren Tsunami auslösen, meldete der Sender NHK.

Die Zahl der Todesopfer nach dem Beben steigt fast stündlich. Am Dienstagabend (Ortszeit) lag die Zahl der Toten nach Angaben der Polizei bei rund 9200. Mehr als 13'780 Menschen würden noch vermisst. Rund 300'000 Menschen leben noch in Notunterkünften, in denen es oft am Nötigsten fehlt.

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SDA-ATS