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Die Verwaltungsräte der beiden Zementkonzerne Holcim und Lafarge haben sich auf neue Bedingungen für ihre Fusion geeinigt. Sie verständigten sich auf ein neues Austauschverhältnis von 9 Holcim- für 10 Lafarge-Aktien.

Lafarge-Chef Bruno Lafont wird zudem nicht wie ursprünglich vorgesehen CEO des fusionierten Konzerns, wie aus einer Mitteilung vom Freitagmorgen hervorgeht. Wer Chef des Unternehmens werden soll, ist noch unklar. In Kürze werde Lafarge aber einen Kandidaten ernennen, dem der Holcim-Verwaltungsrat zustimmen solle, hiess es.

Lafont und Wolfgang Reitzle, Verwaltungsratspräsident von Holcim, sollen zusammen Co-Präsidenten des neuen Konzerns werden und eng zusammenarbeiten. Beat Hess, der derzeit im Holcim-Verwaltungsrat sitzt, soll Vize-Verwaltungsratspräsident werden.

Die nun getroffenen Beschlüsse sollen den Holcim-Aktionären am oder um den 7. Mai herum an einer Aktionärsversammlung vorgestellt werden. Die beiden Zementkonzerne geben sich optimistisch: Verschiedene bedeutende Aktionäre hätten bereits ihre Zustimmung zum Zusammenschluss signalisiert, hiess es in der Mitteilung. Die Fusion werde für Juli 2015 erwartet.

Grossaktionäre unzufrieden

Die Neuverhandlung über die von gut einem Jahr bekannt gegebene Fusion von Holcim und Lafarge war aufgrund des Druckes von Grossaktionären von Holcim aufgenommen worden. Diese waren nicht mehr zufrieden mit dem Umtauschverhältnis von einer Holcim-Aktie für eine Lafarge-Aktie.

Weil insgesamt mehr Aktien von Holcim als solche von Lafarge im Umlauf sind, entspricht dies einer Gewichtung von 53 zu 47. Der aktuelle Börsenwert umgerechnet zum derzeitigen Euro-Franken-Kurs beträgt jedoch rund 58 zu 42.

Auch hatten im Februar nicht beide Konzerne gleich glänzende Zahlen fürs Jahr 2014 präsentiert. So konnte Holcim den Reingewinn 2014 um 1,2 Prozent auf knapp 1,3 Mrd. Franken steigern, während Lafarge mit 143 Mio. nur noch auf einen Viertel des Gewinns von 2013 kam. Auch bei der operativen Marge schnitt Lafarge deutlich schlechter ab als Holcim.

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SDA-ATS