Alle News in Kürze

Wendy Holdener kann ihre WM-Bilanz in St. Moritz mit einer weiteren Medaille veredeln. In ihrer Spezialdisziplin Slalom gehört sie zu den ersten Herausforderinnen von Dominatorin Mikaela Shiffrin.

Kombinations-Weltmeisterin Holdener ist erst 23 Jahre alt. Dennoch nimmt die Schwyzerin im Engadin bereits zum vierten Mal an Weltmeisterschaften teil. Auch an den Olympischen Spielen 2014 war sie dabei. Bevor sie in der ersten WM-Woche in St. Moritz Gold in der Kombination holte, war der zweifachen Weltcupsiegerin an Grossanlässen jedoch noch nie der Vorstoss in die Top 10 gelungen.

Holdener legte nach ihrem Einsatz im Team-Wettkampf einen Ruhetag ein. Danach zog sie zwei Trainingstage in Lenzerheide einem möglichen Start im Riesenslalom vor. Von ihrem Einsatz am Samstag erhofft sie sich, "dort weitermachen zu können, wo ich aufgehört habe". Wenn ihr das tatsächlich gelingt, dann holt Holdener erstmals auch im Slalom eine WM-Medaille. In ihrer Spezialdisziplin stand sie in diesem Winter in sechs von sieben Saisonrennen auf dem Podest. Einzig Anfang Januar in Zagreb schied die Schwyzerin aus, das einzige Mal in einem Slalom seit März 2014.

Lange, sehr lange sogar, ists her, seit letztmals eine Schweizer Slalom-Fahrerin an einem Grossanlass Edelmetall gewonnen hat. Seit dem 3. Platz von Karin Roten 1997 in Sestriere nahmen die Schweizerinnen im Stangenwald an neun Weltmeisterschaften vergebens Anlauf. Auch an Olympischen Spielen blieben sie seit 1994 und dem Sieg von Vreni Schneider ausserhalb der Top 3.

Gisin ebenfalls im Hoch

Neben Holdener befindet sich in diesen Tagen im Engadin auch ihre gleichaltrige Teamkollegin Michelle Gisin im Hoch. Nach Silber in der Kombination brillierte die Obwaldnerin auch in der Abfahrt mit dem 8. Rang. Im Slalom gehört Gisin den Top 10 der Weltrangliste an. Ihre beste Saison-Platzierung in dieser Disziplin ist der 6. Rang in Sestriere.

Mélanie Meillard sicherte sich als sensationelle Sechste zum Saisonauftakt in Levi gleich bei erster Gelegenheit das Ticket nach St. Moritz. Auch im weiteren Verlauf des Winters behielt die 18-jährige Walliserin ihre angriffige Fahrweise bei und kam zu drei weiteren Top-15-Platzierungen. Den vierten Schweizer Startplatz nimmt Denise Feierabend ein. Die Obwaldnerin zeigte in der Kombination mit dem 4. Platz eine hervorragende Leistung, die allerdings im Schatten von Holdener und Gisin blieb.

Shiffrin wie 2013 und 2015?

"Ich bin bereit", vermeldete Titelverteidigerin Mikaela Shiffrin am Donnerstag nach Silber im Riesenslalom, ihrer ersten Medaille an einem Grossanlass ausserhalb ihrer Spezialdisziplin. Im Slalom hingegen ist die erst 21-Jährige aus den USA die absolute Dominatorin, seit sie im Dezember 2012 in Are ihren ersten von mittlerweile 24 Weltcupsiegen feierte. Auch in diesem Winter gewann die zweifache Weltmeisterin und Olympiasiegerin von Sotschi schon fünf Slaloms und ist auf bestem Weg, die kleine Kristallkugel zu holen. Allerdings schied Shiffrin wie Holdener in Zagreb aus und musste sich zuletzt in Flachau ex-aequo mit der Schweizerin mit dem 3. Rang begnügen.

Zu beachten gilt es am Samstag auch die 32-jährige Slowakin Veronika Velez Zuzulova, die Siegerin in Zagreb, sowie ihre elf Jahre jüngere Landsfrau Petra Vlhova. Starke Aufwärtstendenz verriet zuletzt auch Frida Hansdotter. Die Schwedin setzte sich in Flachau souverän durch.

SDA-ATS

 Alle News in Kürze