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Peking - Die früheren Rivalen China und Russland bauen ihre "strategische Partnerschaft" und Energiekooperation aus. Russlands Präsident Dmitri Medwedew und Chinas Staats- und Parteichef Hu Jintao weihten am Montag in Peking die erste gemeinsame Pipeline ein.
Der Ausbau der wirtschaftlichen und politischen Zusammenarbeit wurde mit der Unterzeichnung von mehr als einem Dutzend Abkommen besiegelt. Es ging um die Kooperation bei Öl, Gas, Kohle, Atomenergie und erneuerbaren Energien sowie im Bankensektor.
Die Fertigstellung der Pipeline nach Daqing in Nordostchina läutet ein neues Kapitel in den Beziehungen ein. Kommerzielle Lieferungen beginnen im Januar.
Über die Abzweigung der Ostsibirien-Pazifik-Pipeline sollen pro Jahr 15 Millionen Tonnen Öl nach China fliessen. Die russische Seite hält auch eine Verdoppelung auf 30 Millionen Tonnen für möglich.
Russland will damit seine Abhängigkeit von europäischen Kunden verringern und neue Märkte in China erschliessen. Für China ist die Pipeline wichtiger Teil seiner Strategie, die Energieversorgung und neue Lieferwege für seine rasant wachsende Wirtschaft zu sichern.
Eine Einigung über den Preis für Gaslieferungen, die ab 2015 aufgenommen werden könnten, gab es erwartungsgemäss nicht. Ein Abkommen soll aber nicht später als Juli 2011 unterschrieben werden.
"Russland ist bereit, Chinas wachsende Nachfrage nach Gas komplett zu erfüllen", sagte Russlands Vizepremier Igor Setschin laut der Nachrichtenagentur Itar-Tass. Ursache für die Verzögerungen seien die schiere Grösse des Geschäfts und komplizierte Lieferbedingungen.
In einer gemeinsamen Erklärung vereinbarten Hu Jintao und Medwedew eine "umfassende Vertiefung der strategischen Partnerschaft". Beide zeigten sich zufrieden über die Entwicklung der Beziehungen, die ein nicht dagewesenes Niveau erreicht hätten.
Beobachter werten die demonstrative Nähe von Russen und Chinesen auch als Schulterschluss gegen die Supermacht USA. Zugleich wird im Riesenreich Russland die bevölkerungsstarke Atommacht China weiterhin auch als Bedrohung betrachtet.

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SDA-ATS