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Hütter fordert mit Frankfurt Bayern München im Supercup

Adi Hütter bietet sich beim Einstand mit Eintracht Frankfurt gleich die Chance auf den ersten Titelgewinn. Der YB-Meistertrainer trifft am Sonntagabend im deutschen Supercup auf Bayern München.

Emotional aufgeladene Neuauflage, ein volles Haus und der FC Bayern München als Gegner: Das erste Wiedersehen mit Ex-Trainer Niko Kovac wird für Cupsieger Eintracht Frankfurt zu einem Vorgeschmack auf die brisante internationale Saison. Doch während in der Europa League auf dem Weg Richtung Final viele Hürden warten, winkt dem Team von YB-Meistertrainer Adi Hütter am Sonntagabend (20.30 Uhr) im Supercup gegen den deutschen Rekordmeister gleich der erste Titel.

Zu Gast ist bei Hütters Pflichtspiel-Premiere mit Frankfurt ist ausgerechnet sein Vorgänger Niko Kovac, der Bayern München an alter Wirkungsstätte zur ersten Trophäe führen möchte. Frankfurts Sportdirektor Bruno Hübner und Kovac telefonieren noch immer regelmässig, der Kontakt ist freundschaftlich. Bei den Fans dürften sich in den anerkennenden Applaus für den Cupsieger-Trainer aber auch Pfiffe mischen, weil gerade die Art des Abgangs grossen Teilen des Anhangs nicht gefiel.

Ungebrochene Euphorie

Für Eintracht Frankfurt zählt nun nur noch die Arbeit seines akribischen Nachfolgers Hütter. Der Österreicher setzt wie schon zuvor in Bern auch in Frankfurt auf offensiven Fussball und die ungebrochene Euphorie rund um den Klub, bei dem weit vor der Europa-League-Auslosung schon über 120'000 Tickets für die drei Heimspiele verkauft wurden. "Er hat einen klaren Plan und eine deutliche Ansprache. Wir trauen ihm sehr viel zu", sagte Hübner über den neuen Coach. Der Neuaufbau des geschwächten Teams gleiche einer "Herkulesaufgabe", ordnete der Sportchef ein.

Nach den Abgängen von Kevin-Prince Boateng, Marius Wolf, Omar Mascarell und Goalie Lukas Hradecky gab es am Freitag erfreuliche News für Hütter: Starstürmer Ante Rebic, der mit Kroatien an der WM bis in den Final vorgestossen ist, hat seinen Vertrag bis 2022 verlängert. Wie wichtig Rebic für den Verein ist, hat er im letzten Frühling mit seinen zwei Toren beim 3:1-Sieg im Cupfinal gegen Bayern München eindrucksvoll unter Beweis gestellt. "Er kann ein Spiel alleine entscheiden", lobte Hütter den 24-jährigen Kroaten.

Bayerns Titelhunger

Auch in München steht mit Niko Kovac seit diesem Sommer ein neuer Trainer an der Seitenlinie. Der 46-Jährige tritt bei den Bayern die Nachfolge von Jupp Heynckes an. Natürlich wollen sich die Bayern-Spieler bei der Pflichtspiel-Premiere ihres neuen Chefs nur von der besten Seite zeigen. Die Motivation der zuletzt geplagten Bayern-Stars ist nach den Enttäuschungen der letzten Monate jedenfalls grenzenlos.

Im Champions-League-Halbfinal an Real Madrid gescheitert, in Berlin den Cupfinal verloren und bei der WM in Russland in der Vorrunde rausgeflogen: Ein Sieg im Supercup würden zweifellos gut tun. "Wir sind jetzt extrem hungrig auf Erfolgserlebnisse, gerade nach den letzten Monaten", erklärte Thomas Müller. Bayerns Captain Manuel Neuer erinnerte noch einmal an das Aufeinandertreffen im Mai. "Wir wissen ja alle, wie das Spiel in Berlin ausgegangen ist", sagte Neuer über das 1:3. Nun besteht die Chance zur Revanche. "Für uns ist das nicht irgendein Spiel", stellte der Keeper klar.

Kein Guardiola-Start

Einen schwereren Start als Pep Guardiola vor fünf Jahren kann Niko Kovac kaum haben. Guardiola übernahm die Triple-Bayern gut einen Monat nach dem Champions-League-Triumph von London. Sein Supercup-Einstand misslang ihm mit einem 2:4 bei Borussia Dortmund. Einen solchen Fehlstart will Kovac nun verhindern. "Wir haben den ersten Titel der Saison zu verteidigen", stellte der Trainer klar.

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