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Die syrische Armee ist am Donnerstag in ein Dorf an der Grenze zur Türkei eingedrungen. Soldaten hätten das Dorf Chirbet al-Dschoos am frühen Morgen mit Panzern besetzt. Hunderte Bewohner flüchteten ins Nachbarland.

Ein syrischer Aktivist sagte, er habe 30 Panzer und 15 Busse der Armee gesehen, die am Donnerstag in das nur 500 Meter von der türkischen Grenze entfernten Dorf eingedrungen seien. Zudem seien auf einigen Dächern Scharfschützen in Stellung gebracht worden.

Er habe von den Flüchtlingen gehört, dass Soldaten und Angehörige der Schabiha-Miliz mit Namenslisten durch das Dorf gezogen seien und dort die Häuser von Anti-Regime-Aktivisten zerstört hätten. Kurz darauf sah ein Augenzeuge, wie zwölf der Busse das Dorf wieder verliessen und in Richtung der Stadt Dschisr al-Schughur fuhren.

Hilfe von türkischer Armee

Dutzende Familien aus Chirbet al-Dschoos, die sich in Erwartung eines Angriffs ausserhalb des Dorfes versteckt hätten, seien daraufhin in Panik in Richtung Grenze geflohen. Dort seien sie von der türkischen Armee mit 20 Bussen abgeholt und in eine Kaserne gebracht worden.

Viele der Geflohenen sagten, die türkischen Grenzposten hätten ihnen zugesagt, bei Gefahr die Grenze passieren zu dürfen. Sie fürchteten aber, nicht wieder in ihre Heimat zurückkehren zu können, wenn sie einmal die Grenze überquert haben.

Seit Tagen campieren tausende Flüchtlinge in provisorischen Unterkünften, die sie auf syrischer Seite entlang der Grenze errichtet haben. Der Rote Halbmond hat in der Provinz Hatay fünf Lager errichtet, um die Flüchtlinge aufzunehmen.

Bisher befinden sich 10'200 Menschen in diesen Lagern. Die Verletzten werden in das knapp 40 Kilometer weiter nördlich gelegene Spital von Antakya gebracht.

Aufruf zum Generalstreik

Syrische Oppositionelle riefen unterdessen im Internet für Donnerstag zu einem landesweiten Generalstreik auf. Sie wollen am 100. Tag der Proteste gegen Präsident Baschar al-Assad der Opfer der Repression gedenken.

Auf der Facebook-Seite "Syrian Revolution 2011", die eine Schlüsselrolle bei der Organisation der Proteste spielt, wurde zudem wie in den Wochen zuvor für Freitag nach dem Mittagsgebet zu Protesten unter dem Slogan "Verlorene Legitimität" aufgerufen.

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SDA-ATS