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Mehrere hundert Menschen haben am Samstag in Bern gegen die Wegweisung von Tamilen demonstriert. Der Bund müsse auf seinen Entscheid zurückkommen, denn die Menschenrechtslage in Sri Lanka sei weiterhin prekär.

Das Bundesamt für Migration (BFM) war Anfang Jahr zum Schluss gekommen, dass die meisten abgewiesenen Asylsuchenden nach dem Ende des Bürgerkriegs nun zurück nach Sri Lanka geschickt werden können. Auch im jahrelang umkämpften Norden und Osten des Landes habe sich die Lage entspannt.

Anders sehen das die Gesellschaft für bedrohte Völker und der Swiss Council of Eelam Tamils (SCET) als Organisatoren der Kundgebung auf dem Bundesplatz. Tamilen müssten bei der Rückreise in die Heimat weiterhin Willkür, Einschüchterungen oder gar Verhaftung und Folter befürchten.

Wegweisungen kämen erst dann in Frage, wenn Sri Lankas Regierung eine internationale Untersuchung der Kriegsverbrechen aller Kriegsparteien zulasse und den Ausnahmezustand im ganzen Land aufhebe. Ausserdem müsse das Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) Zugang zu allen politischen Gefangenenlagern erhalten.

In der Schweiz hielten sich Ende letzten Jahres nach offiziellen Angaben rund 1800 Srilanker mit erstinstanzlich hängigen Asylverfahren auf. Bei 300 weiteren Menschen war ein Beschwerdeverfahren hängig. 2200 Menschen waren vorläufig aufgenommen.

Die Tamilen waren ab 1983 in grosser Zahl aus ihrer Heimat geflüchtet, nachdem der Kampf der LTTE-Rebellen für einen Tamilen-Staat zu einem Bürgerkrieg eskaliert war. 2009 erklärte Sri Lankas Regierung den Krieg für beendet und die LTTE für besiegt.

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SDA-ATS