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Hunderttausende Menschen sind in Burma und Bangladesch vor dem herannahenden Wirbelsturm "Mahasen" auf der Flucht. In den Küstenregionen und im Hinterland könnten bis zu 8,2 Millionen Menschen in Gefahr sein, warnten die Vereinten Nationen.

"Mahasen" wirbelte nach Angaben der Meteorologiebehörden am Mittwoch rund 760 Kilometer vor der Küste im Golf von Bengalen und nahm Kurs auf die Grenzregion zwischen Burma und Bangladesch. Es wurde vermutet, dass der Wirbelsturm am Donnerstag oder Freitag auf die Küste trifft.

Im Burma brachten die Behörden mehr als 160'000 Menschen aus den Küstenstreifen ins Landesinnere. Die Evakuierung der Gefahrenzone ist kompliziert, weil dort Zehntausende Menschen in Zelten und Hütten leben. Es sind Angehörige der muslimischen Rohingya-Minderheit, die buddhistische Mobs im vergangenen Jahr bei schweren Unruhen aus ihren Dörfern vertrieben.

Die Rohingyas trauen den Behörden nicht. Eine Gruppe mit rund 100 Leuten wollte sich auf eigene Faust aus der Ortschaft Pauktaw mit Booten in Sicherheit bringen. Mindestens zwei Boote kenterten in der Nacht zu Dienstag. Bis Mittwoch waren nur 42 Menschen lebend gefunden worden, rund 60 wurden noch vermisst.

Im burmesischen Bundesstaat Rakhine, der Heimat der muslimischen Minderheit, gab es zunächst keine Anzeichen einer Massenevakuierung, wie Reporter der Nachrichtenagentur AFP nach Besuchen zweier Flüchtlingslager berichteten.

4,7 Millionen Menschen in Bangladesch gefährdet

Auch in Bangladesch begann die Räumung der gefährdeten Gebiete. Freiwillige halfen den Anwohnern, das Nötigste zu packen, sagte ein Behördensprecher in der Hafenstadt Chittagong. In der Region lebten 4,7 Millionen Menschen. Wie viele Menschen in Sicherheit gebracht werden mussten, wusste er nicht. Zwei Flughäfen und der Hafen von Chittagong stellten den Betrieb ein. Weite Teile des Küstenstreifens liegen nur einen Meter über dem Meeresspiegel.

Burmas Präsident Thein Sein nahm die Sturmvorbereitungen in der Rakhine-Region persönlich in Augenschein. "Seine Botschaft: Die Regierung muss Leben retten", sagte UN-Sprecher James Munn.

Die Region ist schon oft von Unwettern verwüstet worden. 2008 verwüstete Zyklon "Nargis" das Irrawaddy-Delta weiter südlich und riss mindestens 138'000 Menschen in den Tod. Die damals noch regierende Militärjunta stand wegen schleppender Hilfe international am Pranger. Thein Sein war zu der Zeit Regierungschef.

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SDA-ATS