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Die Ethikkommission des Leichtathletik-Weltverbandes IAAF bestraft vier ehemalige hohe Funktionäre wegen Vergehen gegen die Anti-Doping-Regeln.

Der ehemalige russische Verbandspräsident Valentin Balachnitschew, der frühere russische Cheftrainer Aleksej Melnikow und Papa Massata Diack, der Sohn des früheren IAAF-Präsidenten Lamine Diack, wurden lebenslänglich gesperrt und mit Bussen von bis zu 25'000 Dollar belegt. Die IAAF sperrte zudem den früheren Dopingchef Gabriel Dolle (FRA) für fünf Jahre.

Dem Quartett wird vorgeworfen, mehrmals gegen den Ethik-Code verstossen zu haben. Die Sperren stehen im Zusammenhang mit dem vertuschten Dopingfall der russischen Marathonläuferin Lilija Schobuchowa. Sie soll sich den Start an den Olympischen Spielen 2012 in London mit 450'000 Dollar erkauft haben, um eine drohende Doping-Sperre zu vermeiden. Lamine Diack, der im August nach 16 Jahren als IAAF-Präsident Sebastian Coe Platz gemacht hat, wird verdächtigt, für die Vertuschung von positiven Blutdoping-Fällen 200'000 Euro aus Russland erhalten zu haben.

Balachnitschew kritisierte den Entscheid als politischen und radikalen Schritt. "Ich bin bloss ein Vorwand, das Hauptziel ist, den ganzen russischen Sport zu diskreditieren", sagte er der Nachrichtenagentur Tass. Die IAAF verkaufte die Sanktionen als Neuanfang in ihrem Bemühen, ihr angekratztes Image wieder aufzubauen. "Die lebenslangen Sperren könnten keine stärkere Botschaft sein, um zu zeigen, dass jene, die versuchen, die Leichtathletik zu korrumpieren oder zu untergraben, vor Gericht gebracht werden", sagte Präsident Coe.

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SDA-ATS