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Das IKRK reduziert nach dem Angriff auf sein Büro in Dschalalabad im Mai seine Tätigkeiten in Afghanistan. Die Radikalisierung der bewaffneten Gruppen im Land führe zu einem Anstieg der Opfer unter der Zivilbevölkerung, klagt die Hilfsorganisation.

Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) "sieht sich verpflichtet, den Opfern des Konflikts weiterhin zu helfen", erklärte die Organisation am Dienstag in Genf. Allerdings sei das IKRK gezwungen, seine Tätigkeiten anzupassen und die Risiken zu minimieren.

"Der Angriff auf die Büros des IKRK in Dschalalabad im Mai zeigt die Verschlechterung der Sicherheitslage auf", sagte der Leiter der der Südasien-Abteilung, Jacques de Maio. "Wir bewegen uns in einem Umfeld, wo Regeln wie der Schutz der humanitären Helfer auf Kosten der Hilfe für Millionen von Afghanen missachtet werden", sagte er.

Einschränkungen werde es in den Bereichen Nahrungsmittelhilfe, Wasserversorgung, Abwasserentsorgung sowie bei Reisen in entlegene Gebiete geben, teilte das IKRK mit. Im Gegenzug werde die Koordination mit lokalen Partnern wie dem afghanischen Roten Halbmond verbessert, um die reduzierte Hilfe für Vertriebene zu kompensieren.

Gleichzeitig beschloss das Rote Kreuz, seine Tätigkeiten in Bereichen wie der Rehabilitation von Minenopfern, der Unterstützung von Spitälern sowie Gefangenenbesuchen weiterzuführen.

Am 30. Mai, ein Tag nachdem Angriff auf seine Büros, hatte das IKRK seine Aktivitäten im ostafghanischen Dschalalabad eingestellt. Das Gebäude war von bewaffneten Männern angegriffen und stark beschädigt worden. Ein afghanischer Wachmann wurde getötet und ein IKRK-Mitarbeiter verletzt. Anfang Juni beschloss die Hilfsorganisation, die Zahl der IKRK-Mitarbeiter auf afghanischem Boden zu senken.

Es war das erste Mal, dass das IKRK in Afghanistan angegriffen wurde. Die zu strikter Neutralität verpflichtete Organisation ist seit 1987 am Hindukusch tätig.

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SDA-ATS