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Während seiner 18-monatigen Gefangenschaft im Jemen hat sich der indische Salesianerpater Tom Uzhunnalil nie gefürchtet. Seine Geiselnehmer hätten ihn insgesamt gut behandelt, sagte er in Rom vor den Medien.

KEYSTONE/AP/ANDREW MEDICHINI

(sda-ats)

Während seiner monatelangen Gefangenschaft im Jemen hat sich der indische Priester Tom Uzhunnalil nach eigener Aussage nicht gefürchtet. "Angst habe ich nie gehabt, ich war immer ruhig", sagte der Salesianerpater laut Radio Vatikan am Samstag in Rom.

Er habe zwar stark abgenommen, seine Geiselnehmer hätten ihn aber insgesamt gut behandelt. Der 59-Jährige war am Dienstag nach 18-monatiger Gefangenschaft freigekommen.

In von den Entführern veröffentlichten Videos habe es so wirken sollen, als ob er misshandelt worden wäre, sagte der Priester. "In Wirklichkeit aber haben sie mir gesagt, ich solle so tun, damit es schneller Antworten und mehr Interesse gibt." Was schliesslich zur Freilassung Uzhunnalils führte, ist weiter unklar.

Der Salesianerorden habe auch am Samstag betont, nichts von einer Lösegeldzahlung zu wissen, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa. Unter anderem hatte sich Papst Franziskus für die Freilassung des Mannes aus dem südindischen Kerala eingesetzt.

Uzhunnalil war am 4. März 2016 bei einem Angriff islamistischer Extremisten auf ein Pflegeheim der von Mutter Teresa gegründeten Ordensgemeinschaft "Missionarinnen der Nächstenliebe" in der jemenitischen Stadt Aden verschleppt worden. Bei der Attacke waren 14 Menschen getötet worden, unter ihnen 4 katholische Ordensfrauen.

Vor der Freilassung am 12. September hätten ihn die Geiselnehmer mit dem Auto an einen mehrere Stunden entfernten Ort gebracht, von wo aus ihn später eine andere Person nach Oman gefahren habe, berichtete Uzhunnalil laut Radio Vatikan.

Wie genau er dann nach Rom gelangte, wurde nicht bekannt. Laut Ansa will er nach einigen Medizinchecks in etwa zehn Tagen nach Indien zurückkehren.

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SDA-ATS