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Ein Porträt der 2010 umgebrachten Bankiersgattin Maria Böger. (Archivbild)

KEYSTONE/EPA/STEFAN PUCHNER

(sda-ats)

Der im Fall der vor sieben Jahren ermordeten deutschen Bankiersgattin Maria Bögerl festgenommene Mann ist wieder auf freiem Fuss. Der Tatverdacht gegen ihn hat sich nicht erhärtet, Ein DNA-Abgleich fiel negativ aus.

Das Ermittlungsverfahren sei allerdings damit nicht abgeschlossen, sagte Staatsanwalt Armin Burger am Donnerstag in Ellwangen. Es gebe weitere Entwicklungen im Umfeld des Mannes. Zuvor habe eine DNA-Probe des Verdächtigen keine Übereinstimmung mit seinerzeit gesicherten Erbsubstanzspuren ergeben.

Der Mann hatte laut Polizei im vergangenen Jahr in Hagen in betrunkenem Zustand vor Zeugen erklärt, er habe die Frau erstochen. Die Zeugen hatten das Gespräch mit einem Handy aufgezeichnet und die Polizei alarmiert.

Der Verdächtige konnte erst identifiziert werden, nachdem die Staatsanwaltschaft sich zu einem öffentlichen Aufruf an die Bevölkerung mit der Bitte um Hinweise entschloss - darunter am Mittwochabend in der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY... ungelöst".

Kurz danach wurde der Mann in seiner Wohnung in Königsbronn festgenommen. Königsbronn liegt etwa zehn Kilometer von Heidenheim entfernt, wo die Familie Bögerl wohnte.

Prominenter Fall

Der Fall Bögerl ist einer der bekanntesten ungeklärten Mordfälle in Deutschland: Die Ehefrau des damaligen Heidenheimer Sparkassenchefs war am 12. Mai 2010 aus ihrem Haus entführt und umgebracht worden. Die Täter verlangten 300'000 Euro. Die Übergabe des Lösegelds scheiterte jedoch.

Anfang Juni 2010 fand ein Spaziergänger dann die verweste Leiche der 54-Jährigen an einem Waldrand bei Heidenheim. Bögerl, zweifache Mutter, war erstochen worden. Ihr Ehemann tötete sich später selbst. Er war in Verdacht geraten, in den Fall verwickelt zu sein, was sich jedoch nicht erhärten liess.

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SDA-ATS