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Im vergangenen Jahr haben in der Schweiz 504 Menschen Organe erhalten. 98 Verstorbene und 116 lebende Personen stellten dafür insgesamt 508 Organe zur Verfügung. Das reichte nicht für alle: 59 Personen, die auf ein Organ gewartet hatten, starben.

Wie die Stiftung Swisstransplant am Freitag mitteilte, wuchs die Liste der Patienten, die dringend auf ein Herz, eine Lunge, Leber oder Niere angewiesen sind, 2010 weiter an: Am 1. Januar 2011 standen 1029 Personen auf der Warteliste. Gegenüber den 996 Patienten im Vorjahr nahm die Warteliste somit um 3,1 Prozent zu.

Eine erfreulichere Zunahme stellte Swisstransplant anlässlich des Jahreskongresses der Swiss Transplantation Society in Interlaken bei der Entwicklung der Transplantationen fest: 2010 erhielten 504 Menschen eines oder mehrere lebensrettende Organe. Im Vergleich zum Vorjahr (466) bedeutet dies ein Anstieg um 8,4 Prozent.

"Weil wir 2010 jüngere Spender verzeichneten, konnten mehr Organe gewonnen und transplantiert werden", sagte Swisstransplant-Direktor Franz Immer im Gespräch mit der Nachrichtenagentur SDA. Dadurch konnte die Abnahme der Leichenspender kompensiert werden. 2009 hatte Swisstransplant 103 Leichenspender verzeichnet, 2010 noch 98.

Bis 90-Jährige können spenden

Entgegen der gängigen Vorstellung können Menschen bis ins hohe Alter Organe spenden: "2010 war unser ältester Spender 86 Jahre alt", sagte Immer. In Frage kämen Menschen bis 90 Jahre. Der "typische" Organspender in der Schweiz sei um die 50 Jahre alt und sterbe an einer Hirnblutung. 2010 waren 13 Prozent der Spender jünger als 30 Jahre alt. Über die Hälfte der Spender hatte mindestens 50 Jahre gelebt.

Im Vergleich mit dem Ausland spenden in der Schweiz sehr wenige Menschen nach ihrem Tod Organe: 2010 kamen auf eine Million Einwohner 12,6 Spender. In den Nachbarländern werden 20 und mehr Leichenspender pro Million Einwohner gezählt, wie Franz Immer festhielt. Das habe vor allem mit der Spenderegelung zu tun.

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SDA-ATS