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Immer noch mehr als 300'000 Flüchtlinge in der Elfenbeinküste

Knapp zwei Monate nach dem Ende des Machtkampfes in der Elfenbeinküste sind nach UNO-Angaben mehr als 300'000 innerhalb des Landes vertriebene Menschen noch nicht in ihre Heimatregionen zurückgekehrt.

In den vergangenen drei Wochen hätten das UNO-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) und seine Partner 322'277 Flüchtlinge im ganzen Land registriert, erklärte eine Sprecherin der UNO-Organisation am Dienstag.

Während die meisten der Vertriebenen in Flüchtlingslagern oder bei Gastfamilien im Westen und Norden des Landes sowie in der Wirtschaftsmetropole Abidjan untergekommen seien, versteckten sich viele von ihnen nach eigenen Angaben im Buschland.

Obwohl sich die Situation im Westen der Elfenbeinküste verbessere und die Rückkehr der Vertriebenen damit erleichtert werde, gebe es weiterhin starke Spannungen zwischen den unterschiedlichen Volksgruppen.

Dies sei insbesondere in der südwestlichen Region Sassandra der Fall, wo Anfang Mai mehr als 280 Zivilisten von Anhängern des inzwischen abgetretenen Präsidenten Laurent Gbagbo getötet worden waren.

Dort seien noch immer rund 17'000 Menschen auf der Flucht, von denen sich eine unbekannte Zahl in Wäldern verstecke. Insgesamt werde die Heimkehr der Vertriebenen durch die anhaltende Präsenz bewaffneter Gruppen verhindert.

Nach der Präsidentschaftswahl im November hatte es einen monatelangen blutigen Machtkampf zwischen Amtsinhaber Gbagbo und dem Wahlsieger Alassane Ouattara gegeben. Nach Angaben des UNHCR befinden sich noch immer mehr als 200'000 vor den Kämpfen geflohenen Menschen in den Nachbarländern der Elfenbeinküste.

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