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Implenia-Chef Anton Affentranger profitiert vom Anlagenotstand institutioneller Anleger. Der grösste Baukonzern der Schweiz baut mehr Mietwohnungen als noch vor Jahresfrist. (Archiv)

KEYSTONE/ANTHONY ANEX

(sda-ats)

2016 wurden zwei Drittel aller Wohnungen, die der grösste Schweizer Baukonzern Implenia herstellte, als Renditeliegenschaften vermietet. Lediglich ein Drittel wurde als Stockwerkeigentum verkauft.

Vor drei Jahren war das aber noch umgekehrt. Damals wurde fast alles als Stockwerkeigentum verkauft und kaum etwas vermietet. Implenia-Chef Anton Affentranger stellte in einem Interview mit der „Schweiz am Sonntag“ weiter fest, dass Wohneigentum auch weniger in Mode sei als noch vor einem Jahr.

Zu dieser Umkehr sei es gekommen, weil sich weniger Käufer fänden, insbesondere im Hochpreissegment. „Die Zinsen sind sehr tief, dennoch machen die hohen Preise das Wohneigentum weniger attraktiv“, erklärte Affentranger. Ausserdem würden die Banken ihre Hypotheken strenger vergeben.

Implenia scheint mit der Situation aber nicht unglücklich zu sein: „Wir wollten das so: Stockwerkeigentum verkaufen wir selbst, da haben wir mehr Risiko. Mietwohnungen stellen wir für institutionelle Investoren her, wie Pensionskassen“, erläuterte Affentranger.

Der Markt für Mietwohnungen entwickle sich gut, solange nicht zu viele Wohnungen leer seien. Die Mieter bekämen nun - gerade in Zürich und Genf - ein wenig Auswahl. Gleichzeitig warnte Affentranger: „Der Markt darf nun aber nicht übersteuern und sich zu sehr auf tiefe Zinsen verlassen.“

Eine grosse Nachfrage gebe es nach günstigen Wohnungen. Aus diesem Grund würden aktuell eher kleinere Wohnungen gebaut.

Der Anlagenotstand, dem derzeit insbesondere Pensionskassen ausgesetzt sind, wirkt sich laut dem Implenia-Chef für seinen Konzern positiv aus: "Wir dürfen die Projekte bauen, die Institutionelle in Auftrag geben. Und wir haben noch genug Land in der Pipeline".

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SDA-ATS