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Nach den ausgelassenen Freudenfeiern über den Rücktritt Husni Mubaraks sind die Ägypter voller Hoffnung in eine neue Ära gestartet. Auf dem zum Symbol für die Protestbewegung gewordenen Tahrir-Platz herrschte am Samstag weiter Jubelstimmung. Viele Menschen begannen die Rückkehr zur Normalität.

"Gestern war ich ein Demonstrant, heute baue ich Ägypten wieder auf" - Diesen Spruch trugen einige am Samstag in Kairo auf ihren Hemden. Doch einige Demonstranten warnten, dass das Ziel noch längst nicht erreicht sei.

Organisatoren des Volksaufstands, der Mubarak nach 30 Jahren autokratischer Herrschaft aus dem Amt trieb, verlangten vom herrschenden Militär den vollständigen Wandel zur Demokratie. Derweil wurde der Rückzug Mubaraks nicht nur in Ägypten, sondern auch in anderen Teilen der Welt mit Jubelfeiern begrüsst.

Aufräumen nach der Revolution

Am Samstag fanden sich erneut Tausende auf dem zentralen Tahrir-Platz in der ägyptischen Hauptstadt ein. Nachdem sie tagelang dort ausgeharrt hatten, brachen viele Demonstranten ihre Zelte ab. Freiwillige säuberten die Strassen, Musik klang aus Lautsprechern.

Bewohner von Kairo liessen sich mit lächelnden Soldaten an Strassensperren fotografieren, um sich eine Erinnerung an den ersten Tag der Zeit nach Mubarak zu sichern. Als Souvenir kauften die Menschen stapelweise Zeitungen, die auf ihren Titelseiten verkündeten: "Die Revolution der Jugend zwingt Mubarak zum Rückzug".

Mubarak wurde in seiner Residenz in Badeort Scharm al-Scheich am Roten Meer vermutet. Seine Zukunft blieb ungewiss.

In Kairo baute die Armee Kontrollpunkte rund um den Tahrir-Platz ab und entfernte auch einige Barrikaden. Doch Panzer und Soldaten blieben an den wichtigsten Kreuzungen und vor den zentralen Gebäuden in Stellung, während die in Ungnade gefallene Polizei kaum noch zu sehen war.

Das Land bemühte sich nach den Auseinandersetzungen der vergangenen Tage mit mindestens 300 Toten um die Wiederherstellung von Recht und Ordnung, rechtzeitig vor Beginn der Arbeitswoche am Sonntag.

Die seit zwei Wochen geltende nächtliche Ausgangssperre in Ägypten wurde verkürzt und gilt jetzt nur noch von Mitternacht bis 6.00 Uhr morgens (Ortszeit), wie das Staatsfernsehen berichtete.

Auflösung des Parlaments gefordert

Doch die Organisatoren der 18-tägigen Proteste mahnten auch zur Wachsamkeit. Sie forderten vom Militär die Auflösung des in nicht fairen Wahlen bestimmten Parlaments und die Aufhebung des Ausnahmezustands, mit dem Mubarak die Opposition jahrelang in Schach gehalten hatte.

Die Armee erklärte, sie halte vorerst an der bestehenden Regierung fest. Sie führe die Geschäfte, bis ein neues Kabinett gebildet werde, sagte ein hochrangiger Militärvertreter.

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SDA-ATS