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Im von Schulden geplagten Irland haben am Freitag Parlamentswahlen stattgefunden. Diese führen aller Voraussicht nach zu einem Regierungswechsel. Etwa 3,1 Millionen Iren waren aufgerufen, die 165 Abgeordneten des Unterhauses in der Hauptstadt Dublin neu zu bestimmen.

Die Wahllokale bleiben bis 23 Uhr geöffnet. Mit ersten Ergebnissen auf der Grundlage von Nachwahlbefragungen wird am Samstag gerechnet. Umfragen zufolge muss die konservative Regierungspartei Fianna Fail von Premierminister Brian Cowen mit einer schweren Niederlage rechnen.

Angesichts einer Arbeitslosenquote von 13 Prozent, dem Zusammenbruch des Immobilienmarktes und eines gewaltigen Haushaltsdefizits stehen die Zeichen auf Wandel.

Irische Zeitungen sagten einen "Tag der Rache" und einen "Sturz der faulen Bande" voraus. Cowen war zuletzt wegen der irischen Bankenkrise stark unter Druck geraten. Hintergrund war die Annahme eines 85 Milliarden Euro schweren Hilfspakets von Europäischer Union und Internationalem Währungsfonds.

In einer Umfrage bewerteten rund 80 Prozent der Iren die mit harten Sparauflagen verknüpfte Unterstützung als nationale Schmach.

Hilfspaket neu verhandeln

Stärkste Partei könnte laut Umfragen die ebenfalls konservative Fine Gael werden, der bis zu 40 Prozent der Stimmen vorausgesagt wurden. Ihr Vorsitzender Enda Kenny hatte im Wahlkampf ankündigt, das Hilfspaket neu verhandeln und den "internationalen Ruf Irlands wiederherstellen" zu wollen.

Der 59-Jährige könnte als neuer Premierminister sowohl eine Minderheitsregierung anführen als auch Bündnisse mit der Labour-Partei oder parteilosen Abgeordneten eingehen.

Cowen selbst trat bei der Wahl nicht mehr an. Er hatte Staatschefin Mary McAleese Anfang Februar um die Auflösung des Parlaments gebeten, nachdem er zuvor den Vorsitz seiner Fianna-Fail-Partei niedergelegt hatte und daraufhin die Regierungskoalition geplatzt war.

Sein Nachfolger wurde Irlands früherer Aussenminister Michael Martin. Die seit 14 Jahren regierende Fianna-Fail-Partei könnte den Umfragen zufolge nur noch etwa 20 von derzeit 77 Parlamentssitzen erreichen.

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SDA-ATS