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Italienische Fahnder haben einen besonders schwerwiegenden Umweltskandal rund um Neapel aufgedeckt: Jahrelang soll dort unbehandelter Stadtmüll direkt ins Mittelmeer gelangt sein und grosse Teile der Küste bis in das weit südlicher gelegene Salerno verschmutzt haben.

Die Staatsanwaltschaft in Neapel liess nach langen Ermittlungen am Freitag insgesamt 14 Verdächtige festnehmen, darunter mehrere frühere Spitzenbeamte der süditalienischen Region Kampanien.

Gegen 38 Personen werde insgesamt ermittelt, wie italienische Medien berichteten. Vorgeworfen wird ihnen Betrug und Verbrechen an der Umwelt.

Den Ermittlern zufolge hatten hohe Beamte und Betreiber von Kläranlagen über Jahre hinweg vereinbart, verflüssigten Stadtmüll aus der Gegend ohne ökologische Aufarbeitung in das Mittelmeer zu leiten. In der Region ist auch die Mafia stark im Müllgeschäft aktiv.

Unter den Beschuldigten sind auch der Ex-Präsident der Region Kampanien, Antonio Bassolino, der frühere Generaldirektor des Umweltministeriums, Gianfranco Mascazzini, und der ehemalige kampanische "Müll-Kommissar", der Präfekt Corrado Catenacci.

Die Absprachen sollen in der Zeit der ersten grösseren Müllkrise in Neapel etwa von 2006 bis 2008 getroffen worden sein, berichteten Ermittler.

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SDA-ATS