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Topanwärter an den Swiss Music Awards 2018: Der Bieler Rapper Nemo ist in vier Kategorien nominiert. (Archivbild)

Keystone/ANTHONY ANEX

(sda-ats)

Rapper Nemo, das Duo Lo & Leduc, Büezer-Rocker Gölä und die Mundart-Band Züri West: Mit insgesamt 10 Nominationen dominiert die Berner Fraktion die elften Swiss Music Awards (SMA). Das gaben die Organisatoren am Donnerstag an einer Medienkonferenz in Zürich bekannt.

Klarer Überflieger unter den Hoffnungsträgern ist der Bieler Nemo. Der 18-Jährige, der letztes Jahr zum "Best Talent" gekürt wurde und erst kürzlich eine ausgiebige musikalische Pause ankündigte, hat gleich vier Chancen auf einen Pflasterstein. Und zwar in den Kategorien "Best Male Solo Act", "Best Breaking Act", "Best Live Act" und mit seinem Song "Du" in der Sparte "Best Hit". Lo & Leduc, Gölä und Züri West sowie der Zürcher Singer-Songwriter Faber sind je zweimal nominiert.

Dass Gölä mit "Urchig", der Jodlerklub Wiesenberg mit "Land ob de Wolke" und Züri West mit "Love" für den Titel "Best Album" gewinnen könnten, ist schon länger bekannt. Ebenso die Namen in der Kategorie "Best Hit" national und international - darunter 77 Bombay Street ("Empire"), Ed Sheeran ("Shape of You") und Luis Fonsi ft. Daddy Yankee ("Despacito").

Als weitere Schweizer Acts dürfen die Luzerner Musiker Kunz und Damian Lynn, die Tessiner Band Gotthard, sowie die Basler Newcomer Zeal & Ardor auf eine Auszeichnung hoffen. Die in Zusammenarbeit mit SRF 3 entstandene Kategorie "Best Talent" ist mit dem Rheintaler 80ies-Disco-Musiker Crimer, der Rorschacher Pop-Band Panda Lux sowie dem Zürcher Rapper Stereo Luchs genremässig breit gefächert.

SMA führen Genderdiskussion

Wäre die Kategorie "Best Female Solo Act" nicht, in der dieses Jahr Eliane, Sandee und Phanee de Pool gelistet sind, wären die Schweizer Frauen nur noch in der Kategorie "Best Act Romandie" durch die Rapperin Danitsa sowie Alizé Oswald vom Duo Aliose vertreten. International beschränkt sich die Anzahl der nominierten Frauen auf die deutsche Schlagersängerin Helene Fischer.

Diesem Thema wollen sich die Veranstalter in dem erstmals durchgeführten Side-Event "SMA presents" widmen. Unter dem Titel "Hat die Schweizer Popmusik ein Frauenproblem?" soll die "längst überfällige Genderdiskussion" geführt werden, wie Initiator und SMA Executive Producer Oliver Rosa sagt. Das genaue Programm dieser Veranstaltung sowie die auftretenden Frauen werden zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben.

Sicher ist, dass "SMA presents" schon am 7. Februar im Zürcher Kulturhaus Kosmos stattfindet. Die von Alexandra Maurer und Stefan Büsser moderierte Preisverleihung geht zwei Tage später, am 9. Februar, im Hallenstadion über die Bühne und wird auf SRF zwei und One TV sowie als Live-Stream auf RSI.ch übertragen. Zu den dort erwarteten Showacts gehören die derzeit omnipräsente Thuner Musikerin Veronica Fusaro, der Oberländer Alpentainer Trauffer und die Zürcher Poprockband Hecht.

www.swissmusicawards.ch

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SDA-ATS