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Der Bau der Zürcher Durchmesserlinie (DML) hat eine weitere spektakuläre Bauphase erreicht: Zwischen Zürich-HB und Altstetten baut die SBB zwei aussergewöhnliche Eisenbahnbrücken, die so genannte Kohlendreiecks- und die Letzigrabenbrücke.

Die beiden Viadukte dienen der Ausfahrt der Fernverkehrszüge aus dem neuen Durchgangsbahnhof Löwenstrasse. Nach der Rampe beim Zentralstellwerk überqueren die Züge zunächst mit rund 80 Kilometern pro Stunde auf der 394 Meter langen Kohlendreiecksbrücke das so genannte Kohlendreieck, wo Gleise von und nach Altstetten, Wiedikon und Hauptbahnhof zusammenkommen.

Anschliessend führt die Durchmesserlinie unter der Hardbrücke hindurch über die Letzigrabenbrücke, die mit 1156 Metern die längste zusammenhängende Eisenbahnbrücke der Schweiz sein wird. Auf ihr werden die Züge mit bis zu 120 Kilometern pro Stunde auf einer Höhe von bis zu 16 Metern das gesamte Gleisfeld überqueren, bevor sie in Altstetten auf das bestehende Schnellzugsgleise gelangen.

Anspruchsvolle Arbeit

Mit dem Bau der Brücken ist man im Plan, wie Abschnittsleiter Michel Brun am Dienstag bei einer Baustellenbesichtigung erklärte. Von den insgesamt 23 Pfeilern der Letzigrabenbrücke sind deren 18 fertiggestellt. Die meisten davon stehen mitten im Gleisfeld. Weil der Untergrund vor allem aus Kies und Sand besteht, mussten die Pfeiler bis zu 50 Meter tief im Boden verankert werden.

Die Bauarbeiten bei laufendem Bahnbetrieb seien äusserst anspruchsvoll, sagte Brun. Etliche Pfeiler befinden sich nur wenige Zentimeter neben befahrenen Gleisen. Oft müssen Schutzwände erstellt oder Arbeiten in die Nacht oder auf das Wochenende verlegt werden.

Durchgehende Fernzüge ab 2015

Fest verankert wird die neue Brücke nur auf zwei Portalpfeilern in der Mitte. Auf den übrigen Pfeilern ist sie beweglich gelagert. Das macht es möglich, dass sich die Brücke auf beiden Seiten je nach Temperatur bis zu 50 Zentimeter ausdehnen oder zusammenziehen kann.

In Betrieb genommen werden die beiden Brückenbauwerke im Dezember 2015. Dann werden auch die Fernverkehrszüge von Genf nach St. Gallen über den unterirdischen Durchgangsbahnhof verkehren. Für den S-Bahn-Verkehr wird die DML bereits Mitte 2014 geöffnet - allerdings nur auf der Achse Wiedikon-Hauptbahnhof-Oerlikon.

SDA-ATS