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Indien hat erstmals eine neue atomwaffenfähige Langstreckenrakete getestet. Nach Angaben der für die Entwicklung von Militärtechnologie zuständigen Behörde (DRDO) verlief der Test erfolgreich.

Die 17 Meter lange und 50 Tonnen schwere Rakete vom Typ Agni V mit einer Reichweite von mindestens 6400 Kilometern sei um 08.05 Uhr Ortszeit (04.35 MESZ) von einem Testgelände vor der Küste des östlichen Bundesstaates Orissa abgefeuert worden, teilte die DRDO mit, die die Rakete herstellte.

Die Rakete habe eine Höhe von mehr als 600 Kilometern erreicht, sagte DRDO-Chef Vijay Saraswat dem Fernsehnachrichtensender Times Now. Alle drei Stufen hätten funktioniert und die Ladung hätte sich planmässig verteilt. "Indien ist mit diesem Start zu einer grossen Raketenmacht aufgestiegen", erklärte er.

Premier gratuliert

Es sei ein "einwandfreier Erfolg" und ein "bedeutender Meilenstein im indischen Raketenprogramm", sagte der indische Verteidigungsminister A.K. Antony laut seinem Sprecher. Indiens Regierungschef Manmohan Singh gratulierte den für das Raketenprogramm zuständigen Wissenschaftlern zu dem erfolgreichen Start.

Die Rakete sollte ursprünglich bereits am Mittwochabend abgefeuert werden, der Start wurde aber aufgrund schlechter Wetterbedingungen verschoben. Die DRDO hatte den Start für den Zeitraum zwischen Mittwoch und Freitag angesetzt.

China reagiert zurückhaltend

Der Test ist ein bedeutender Fortschritt für die Atommacht Indien, die derzeit massiv in Rüstung und die Modernisierung ihrer Streitkräfte investiert. Die Langstreckenrakete könnte mit ihrer Reichweite Experten zufolge theoretisch jegliche Ziele in China sowie ganz Asien und verschiedenen Ländern Europas treffen.

China reagierte zurückhaltend auf den indischen Raketentest. "Wir sind nicht Konkurrenten, sondern Kooperationspartner", sagte der Sprecher des Aussenministeriums, Liu Weimin, am Donnerstag auf Fragen nach dem Test.

Die Beziehungen zwischen Indien und China entwickelten sich gut, sagte der Sprecher. Beide Seiten sollten ihre freundschaftlichen Beziehungen vertiefen und "positiv" zu Frieden und Stabilität in der Region beitragen.

China und Indien seien Schwellenländer, die im Rahmen der BRICS-Gemeinschaft mit Brasilien, Russland und Südafrika gemeinsam Probleme anpackten. "Beide Seiten sollten die gute Situation zu schätzen wissen, die nicht leicht zu erreichen gewesen ist", sagte der Sprecher.

SDA-ATS