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Mehr als zwei Jahre nach der Terrorserie von Mumbai nehmen die Atommächte Indien und Pakistan den Friedensdialog wieder auf. Das teilten die Regierungen beider Länder am Donnerstag mit.

Indien hatte die Gespräche nach den Anschlägen von Mumbai ausgesetzt. Im November 2008 hatten zehn Bewaffnete in Mumbai (früheres Bombay) einen Bahnhof, zwei Luxushotels, ein Touristen-Café und ein jüdisches Zentrum angegriffen. 166 Menschen kamen dabei ums Leben.

Die indischen Behörden machten die Islamisten-Gruppe Lashkar-e-Taiba für die Tat verantwortlich. Die Attentäter waren demnach aus Pakistan eingereist. Indien hatte Pakistan vorgeworfen, nicht entschlossen genug gegen die Verantwortlichen der Anschläge vorzugehen.

Gilani begrüsst Dialog

Nun kamen die zwei Länder überein, den Dialog "über alle Themen" wieder zu beginnen. Dies geht aus einer gemeinsamen Erklärung Indiens und Pakistans hervor. Bei den Gesprächen soll es um den Kampf gegen den Terrorismus, humanitäre Fragen, Frieden und Sicherheit und die Zukunft Kaschmirs gehen, die von beiden Ländern beanspruchte Grenzregion.

Der pakistanische Ministerpräsident Yousouf Raza Gilani begrüsste die Wiederaufnahme der Friedensgespräche und pries seinen indischen Kollegen Manmohan Singh "für das Öffnen eines neuen Kapitels in den Beziehungen beider Länder".

Besuch des Aussenministers

Der pakistanische Aussenminister Shah Mehmood Qureshi will Indien im Juli besuchen, um den Fortschritt der Gespräche mit seinem Amtskollegen S. M. Krishna zu überprüfen.

Bereits zuvor sollten die beiden Aussen-Staatssekretäre Nirupama Rao (Indien) und Salman Bashir (Pakistan) zusammenkommen. Rao und Bashir hatten sich am vergangenen Wochenende in Timphu in Bhutan zu Verhandlungen über die Wiederaufnahme des Dialogs getroffen.

Indien und Pakistan streiten seit mehr als einem halben Jahrhundert über die Grenzregion Kaschmir. Beide Länder führten seit ihrer Unabhängigkeit 1947 drei Kriege gegeneinander, 2004 nahmen sie Friedensgespräche auf.

Die USA haben die beiden Atomwaffenmächte gedrängt, ihre Friedensverhandlungen wieder aufzunehmen. Washington hofft, dass dann Kapazitäten für den Kampf gegen Terrorismus frei werden - vor allem in Pakistan und dessen Grenzregion zu Afghanistan, die als Rückzugsgebiet für Taliban und andere militante Gruppen gilt.

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SDA-ATS