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Indiens oberstes Gericht verbietet Insektenschutzmittel

Aus Sorge um die Gesundheit der Bevölkerung hat Indiens oberster Gerichtshof das umstrittene Insektenschutzmittel Endosulfan für acht Wochen verboten. Endosulfan bekämpft Schädlinge wie Blattläuse oder Kartoffelkäfer.

"Sollte nur ein Kind leiden, möchten wir dafür nicht die Verantwortung übernehmen", sagte am Freitag der Oberste Richter S.H. Kapadia. In der Verbotszeit von acht Wochen solle die Regierung prüfen, ob das Verbot dauerhaft gelten soll. Endosulfan ist wegen seiner Giftigkeit bereits in der Europäischen Union und vielen weiteren Ländern verboten. Indien ist der grösste Hersteller weltweit.

Auf einer Konferenz in Genf im vergangenen Monat hatten 127 Länder beschlossen, Endosulfan bis 2012 weltweit zu verbieten. Indien hatte sich anfangs kräftig dagegen gewehrt, stimmte aber schliesslich dafür, nachdem eine Übergangsfrist von elf Jahren vereinbart wurde.

Die Regierung in Neu Delhi argumentierte, dass ein Verbot des günstigen Endosulfan die bereits hohen Nahrungsmittelpreise weiter nach oben treiben könnte. Ein Liter kostet 270 Rupien (5.30 Fr.). Andere Mittel kosten gemäss Insektizidhersteller-Vereinigung das Zehnfache.

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