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Am Dienstagabend ist einer Insassin die Flucht aus dem Frauengefängnis Hindelbank im Kanton Bern gelungen. Die Frau sei nicht gefährlich, teilte die Direktorin der Justizvollzug mit.

KEYSTONE/MARCEL BIERI

(sda-ats)

Einer Insassin des Frauengefängnisses Hindelbank im Kanton Bern ist am Dienstagabend die Flucht gelungen. Statt wie abgemacht den internen Gesundheitsdienst aufzusuchen, kletterte sie nach dem Verlassen ihrer Wohngruppe über den Sicherheitszaun und suchte das Weite.

Bereits eine Minute nach der Flucht habe der hausinterne Sicherheitsdienst die Verfolgung aufgenommen, sagte am Samstag die Direktorin der Justizvollzugsanstalt Hindelbank, Annette Keller. Denn das Übersteigen des Sicherheitszauns löste einen Alarm aus.

Doch sei die 30- bis 40-jährige Frau nicht zu fassen gewesen und weiterhin flüchtig. Keller bestätigte damit eine Meldung des Regionalfernsehsenders "TeleBärn" vom Samstag.

Die Bevölkerung sei nicht informiert worden, weil die Frau nicht gefährlich sei. Die Kroatin sei wegen Diebstahls und anderer Vermögensdelikte inhaftiert gewesen. In solchen Fällen informiere das Amt für Justizvollzug nur auf Anfrage, nicht aktiv.

Laut Keller profitierte die Frau davon, dass der Sicherheitszaun rund um das einzige Frauengefängnis der Schweiz nicht mehr den heutigen Bedürfnissen entspricht. Die Schutzvorrichtungen seien veraltet. Das sei so, weil der Kanton Bern seit Längerem überlege, wie es mit dieser Anstalt weitergehen solle, sagte Keller weiter.

SDA-ATS

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