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Wochenlang hat der Dioxinskandal in Deutschland Konsumenten, Bauern und Politik in Atem gehalten. Nun zeichnet sich immer deutlicher ab, dass wohl keine Gefahr bestand. Das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) gab am Mittwoch Entwarnung.

Die in Eiern und Schweinefleisch festgestellte erhöhte Konzentration des Umweltgiftes war höchstwahrscheinlich ungefährlich, wie die Wissenschaftler mitteilten. "Aus meiner Sicht: Keine Sorgen machen, sondern bunt und lecker weiteressen", empfahl Institutspräsident Andreas Hensel den Konsumenten.

Dioxin sei in allen Lebensmitteln enthalten. Die Auswertung Hunderter Ei- und Schweinefleischproben im Zuge des Skandals um dioxinverseuchtes Futtermittel habe ergeben, dass nur in wenigen Fällen die gesetzlichen Höchstgrenzen überschritten wurden. Bei Milchprodukten und Geflügelfleisch seien keine Überschreitungen festgestellt worden.

Konzentration unter kritischem Wert

Auch bei der gemessenen Überschreitung der Grenzwerte liege keine Gesundheitsgefahr vor, sagte Hensel. Das gelte selbst, wenn jemand ein Jahr lang täglich zwei Eier mit der höchsten festgestellten Dioxinbelastung gegessen habe. Die Konzentration des Umweltgiftes im Körperfett erhöhe sich dadurch zwar, bleibe aber weit unterhalb des kritischen Werts.

Die Berliner Fachleute hatten 300 Analyseergebnisse von Eiern und Schweinefleisch sowie 200 von Futtermittelproben ausgewertet. Die Werte wurden anhand der Essgewohnheiten der Deutschen laut Nationaler Verzehrstudie hochgerechnet und so die möglichen Folgen für den Einzelnen ermittelt.

Debatte beruht auf Missverständnis

Die teils erregte Debatte über den Dioxinskandal beruht aus Sicht Hensels auf einem Missverständnis. Die Werte für Dioxin-Höchstgehalte seien keine toxikologischen Grenzwerte - liegen also noch unter dem Wert, an dem eine Gefährdung beginnt.

"Dieses Missverständnis ist in den vergangenen Wochen sehr intensiv gepflegt worden." Zugleich verweist das Institut auf die Bedeutung von Grenzwerten.

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SDA-ATS