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Interlaken/Thun - Das Swiss Economic Forum zieht definitiv nach Interlaken um. Den Ausschlag gaben laut den Organisatoren die Hotelkapazitäten sowie das grössere Sitzplatzangebot im Hauptsaal. Die Stadt Thun, die den Wirtschaftsanlass elf Mal durchführte, hat das Nachsehen.
Der Entscheid sei schwer gefallen, teilten die Gründer und Geschäftsführer des SEF am Freitag mit. Doch ihr wichtigstes Anliegen sei es, den Erfolg des Forums nachhaltig zu sichern und so Vorteile für das Berner Oberland als Region zu schaffen.
In Interlaken finden zumindest die nächsten drei Ausgaben des SEF statt. Längere Verträge machen die Verantwortlichen üblicherweise nicht. Das Wirtschaftsforum fand in diesem Jahr ausnahmsweise in Interlaken statt, weil in Thun zurzeit der Schaudausaal modernisiert und ausgebaut wird.
Die Umfragen nach dem letzten SEF hätten ergeben, dass für die Teilnehmenden die "Kompaktheit" des Standortes wichtig sei, sagte Geschäftsführer Stefan Linder auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Demnach werde es geschätzt, wenn sich Hotels, Konferenz- und Kongresssäle in unmittelbarer Nähe von einander befinden. Hier habe Interlaken klar gepunktet.
Einstimmig hätten sich überdies die Sponsoring-Partner für Interlaken ausgesprochen, dies vor allem wegen des höheren Sitzplatzangebots im Hauptsaal. In Interlaken, wo der neue Saal auch noch nicht perfekt sei, gebe es 1250 Plätze. Im ausgebauten Schadausaal in Thun seien es nur 750.
Für die Stadt Thun ist der Wegzug des Forums eine herbe Enttäuschung. Das SEF sei ein wichtiger Auslöser für den 24 Mio. Fr. teuren Umbau des Schadausaals gewesen, teilte der Gemeinderat mit. Die bisherigen Bemühungen, dem SEF in Thun optimale Bedingungen zu bieten, hätten sich somit als hinfällig erwiesen.

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SDA-ATS