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Die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) warnt vor einem strengen Sparkurs als alleinigem Instrument zur Euro-Rettung. Dadurch könnten "in der Eurozone extreme Reaktionen" ausgelöst werden, erklärte ILO-Generaldirektor Juan Somavia am Mittwoch in Genf.

"Ausschliesslich Sparen als Kurs zur finanziellen Konsolidierung führt zu wirtschaftlicher Stagnation, zum Verlust von Arbeitsplätzen, reduziertem sozialem Schutz und hohen menschlichen Kosten", sagte Somavia zur Eröffnung der 101. ILO-Konferenz vor fast 5000 Delegierten.

Ohne den in vielen Euro-Ländern kritisierten Sparkurs der deutschen Kanzlerin Angela Merkel explizit zu erwähnen, erklärte Somavia: "Finanzielle Massnahmen zur Schuldenreduzierung haben vielerorts nicht den erhofften Erfolg gebracht." Nötig seien "produktive Investitionen in nachhaltige Unternehmen, die Jobs schaffen, die Nachfrage durch Konsumenten und zugleich Steuereinnahmen erhöhen".

Soziale Gerechtigkeit

Auf der zweiwöchigen ILO-Konferenz wollen die Delegierten aus 185 Mitgliedsländern der UN-Sonderorganisation unter anderem über die Stärkung von Arbeitsrechten und sozialer Gerechtigkeit in Krisenzeiten beraten. Zu den Hauptthemen gehört dabei die als Folge der Krise besonders in Europa gestiegene Jugendarbeitslosigkeit.

Zum Abschluss der ILO-Tagung wird am 14. Juni Burmas Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi in Genf ihre erste öffentliche Rede im Ausland seit mehr als zwei Jahrzehnten halten. Die Politikerin, die bis zu ihrer Freilassung seit 1990 die meiste Zeit in Haft oder unter Hausarrest verbrachte, gilt als entschlossene Verteidigerin der Rechte von Arbeitnehmern.

SDA-ATS