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Seit 2003 in der Schweiz nachgewiesen: Die Tigermücke. (Archiv)

KEYSTONE/ARBEITSGRUPPE MUEKEN TI/STR

(sda-ats)

Invasive Tier- und Pflanzenarten machen das Leben komplizierter. Das hat ein von Forschern der Universität Freiburg geleitetes internationales Team herausgefunden. Es nahm die sozio-ökonomischen Auswirkungen in eine Klassifizierung auf.

Die invasiven Arten nämlich gefährdeten durch die Verdrängung einheimischer Arten nicht nur die Biodiversität sondern ganz konkret die Lebensbedingungen und die Gesundheit der Menschen, teilte die Universität mit.

Die in Südostasien heimische Tigermücke etwa verbreitet Krankheiten wie das Dengue-Fieber. Die bereits in der Südschweiz aufgetauchte Mücke stellt damit in vielen Ländern weltweit ein gravierendes Gesundheitsproblem dar.

Doch nicht nur Insekten stellen Menschen vor Probleme. Die in Australien gegen gewisse Schadinsekten importierte Riesenkröte (Rhinella marina) breitete sich in der Weite des Kontinents sprunghaft aus. Die Jagd nach Buschtieren musste wegen des von den gefrässigen Amphibien verursachten Wildmangels aufgegeben werden.

Bisher wurde dem Wohlergehen der Bevölkerung angesichts invasiver Arten nur wenig Gewicht beigemessen. Die Auswirkungen sind, etwa auf finanzieller Ebene, oft auch vernachlässigbar.

Unter den Freiburger Biologieprofessor Sven Bacher entwickelte ein internationales Team von 22 Forschenden ein Klassifizierungssystem für die sozio-ökonomischen Folgen namens SEICAT ("Socio-Economic Impact Classification of Alien Taxa"). Es wurde im Fachorgan "Methods in Ecology and Evolution" publiziert.

Bacher erklärt, das System klassifiziere die invasiven Arten im Hinblick auf das menschliche Leben, also auf Gewohnheiten und Aktivitäten. Um das zu messen, umfasst das System verschiedene Parameter mit gleichen Messgrössen. Dazu zählen soziale, kulturelle und materielle Aspekte.

Im Gegensatz zu rein ökonomischen Indikatoren braucht SEICAT keine grossen Datenmengen und kann innert kurzer Zeit eine Klassierung der invasiven Arten entsprechend ihrer Problematik vornehmen. So wird es auch möglich, zu entscheiden, welche invasiven Arten prioritär bekämpft werden müssen.

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SDA-ATS