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Dublin - Das von der Finanzkrise schwer gebeutelte Irland steht vor einer schwierigen Woche. Nach dem Abflauen der griechischen Schuldenkrise genügte zuletzt ein einziges Gerücht und das Schreckgespenst der Zahlungsunfähigkeit eines Euro-Landes war wieder da.
Die Regierung in Dublin und der Internationale Währungsfonds (IWF) dementierten am Freitag den Bericht über die angebliche Notwendigkeit milliardenschwerer Hilfen mit Nachdruck. Der Euro ging jedoch mit Abschlägen ins Wochenende und die Risikoprämien für Staatsanleihen aus angeschlagenen Euro-Ländern legten kräftig zu.
"Es steckt absolut nichts Wahres in dem Gerücht, wonach Irland internationale Hilfe braucht", betonte ein Regierungssprecher am Freitag in Dublin. "Es basiert auf der falschen Interpretation eines Analysten-Kommentars."
Die Tageszeitung "Irish Independent" hatte berichtet, Irland stehe "gefährlich nahe" davor, wie Griechenland den IWF und die Europäische Union (EU) um Milliardenhilfen zu bitten. Ihrer Einschätzung nach verfügt Irland über ausreichend Liquidität. Bei unerwarteten Verlusten in der Bankenbranche oder einer überraschenden Verschlechterung der wirtschaftlichen Bedingungen brauche das Land aber möglicherweise Hilfe.
Fakt ist, dass Irland seine international stark vernetzte Bankenbranche in der Finanzkrise mit Hunderten von Milliarden Euro retten musste und noch immer nicht völlig sicher sein kann, dass alle faulen Geschäfte bereits ans Tageslicht gekommen sind.
Geschürte AngstDie Aussicht auf weitere kostspielige Stützaktionen, ein schwaches Wirtschaftswachstum und das schlimmste Haushaltsdefizit in der gesamten EU schüren die Angst vor einer umfassenden Schuldenkrise. Erst Anfang Oktober wird klar sein, wie viel Geld der Staat noch in die inzwischen verstaatlichte Bank Anglo Irish pumpen muss. Das Institut ist ein Milliardengrab.
Der Test, wie gross das Vertrauen der Investoren in das Land derzeit ist, kommt am Dienstag: Dann will Irland bis zu 1,5 Milliarden Euro am Kapitalmarkt aufnehmen. Die beiden Anleihen sollen früheren Angaben zufolge eine Laufzeit bis 2014 und 2018 haben und mit einem Zinssatz von 4 und 4,5 Prozent angeboten werden.
Die Investoren verlangten wegen der jüngsten Gerüchte deutlich höhere Risikoaufschläge für irische Staatsanleihen. Die Rendite für den zehnjährigen Bond stieg am Freitag auf 6,5 Prozent, das waren 410 Basispunkte mehr als für deutsche Anleihen - und es war ein neuer Rekord.

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SDA-ATS