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Der libanesische Sicherheitschef General Abbas Ibrahim (l) informierte am Sonntag die Medien über das Schicksal der von der IS-Miliz verschleppten Soldaten. Im Hintergrund sind Angehörige der Soldaten.

KEYSTONE/EPA/NABIL MOUNZER

(sda-ats)

Die libanesischen Truppen haben am Sonntag ihren Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) im Ostlibanon eingestellt. Damit schufen sie die Voraussetzungen für einen IS-Abzug.

Die Streitkräfte hätten einem Abkommen der Schiitenmiliz Hisbollah mit der IS-Miliz zugestimmt, das eine Waffenruhe und den Abzug der IS-Kämpfer aus dem Ostlibanon vorsehe, berichtete die libanesische Nachrichtenagentur.

Die Hisbollah teilte mit, sie habe mit IS-Kämpfern die Übergabe der Leichen von fünf gefallenen Hisbollah-Kämpfern vereinbart. Ein Teil der Vereinbarung betreffe auch von der IS-Miliz verschleppte libanesische Soldaten. Die etwa 400 IS-Kämpfer erhielten im Gegenzug die Zusage, ungehindert mit ihren Familien in Richtung Ostsyrien ziehen zu können, wo die IS-Miliz noch Gebiete hält.

Am Abend berichteten die libanesischen Sicherheitsbehörden, sie hätten nahe der Stadt Arsal die Überreste von acht Soldaten geborgen, die 2014 in die Hand der IS-Miliz gefallen waren.

Die Soldaten seien offenbar bereits 2015 ermordet worden. Ein neunter seit 2014 vermisster Soldat soll sich der IS-Miliz angeschlossen haben. Hinweise von der IS-Miliz hätten zur Entdeckung des Grabes der Getöteten geführt.

Die IS-Dschihadisten hatten im August 2014 den Grenzort Arsal überfallen und insgesamt 30 libanesische Soldaten und Polizisten entführt.

Die libanesische Armee hatte am 19. August dieses Jahres eine Grossoffensive gegen die Dschihadisten in dem gebirgigen Grenzgebiet zu Syrien gestartet. Sie wollte damit den Osten des Libanons von der IS-Miliz befreien.

Die schiitische Hisbollah kämpft auf Seiten des syrischen Machthabers Baschar al-Assad gegen die radikalsunnitische IS-Miliz.

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SDA-ATS