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Islands Walfänger haben die umstrittene Jagd auf Finnwale aufgeschoben und erwägen die komplette Einstellung für dieses Jahr. Als Grund gab ein Sprecher in Lokalmedien am Dienstag fehlendes Interesse an Walfleisch auf dem japanischen Markt an. Die Jagd war für Juni geplant.

Trotz der anhaltenden internationalen Proteste hat Islands Regierung in Reykjavik für dieses Jahr bisher 145 Finnwale sowie 200 Zwergwale zum Abschuss freigegeben. Auf diese wesentlich kleinere Art der Meeressäuger wird seit Ende April vor Islands Küste Jagd gemacht.

Im letzten Jahr wurden wegen geringen Interesses an dem Fleisch der Meeressäuger nur 60 Zwergwale erlegt. Umwelt- und Tierschützer haben in den letzten Jahren bei ihren Protesten gegen den Walfang immer wieder darauf hingewiesen, dass das Käuferinteresse an dem Fleisch nur sehr begrenzt ist.

Island hält sich nicht an das seit 1986 weltweit geltende Verbot des kommerziellen Walfangs durch die Internationale Walfangkommission. Bei den Beitrittsverhandlungen der kleinen Inselrepublik mit der EU gilt der Streit um den Walfang als eins der entscheidenden Hindernisse.

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SDA-ATS