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Die israelische Regierung hat am Sonntag die Genehmigung zum Bau hunderter neuer Wohnungen im Westjordanland bekannt gegeben. Die Mitteilung erfolgte einen Tag nach der Ermordung einer Familie in einer jüdischen Siedlung.

In den vier Siedlungen Gusch Ezion, Maale Adumim, Ariel und Kyriat Sefer seien "einige hundert Wohnungseinheiten" geplant, hiess es in einer Erklärung, des Büros von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu. Demnach stimmte das zuständige Ministerkomitee den Bauvorhaben in einer nächtlichen Sitzung zu.

Ob entsprechende Pläne ohnehin vorgelegen hatten, war zunächst nicht klar. Auch über die genaue Anzahl der vorgesehenen Häuser wurden keine Angaben gemacht.

In der Nacht zuvor waren fünf Mitglieder einer jüdischen Siedlerfamilie, darunter drei Kinder, im Westjordanland erstochen worden. Für die Tat wurden zwei palästinensische Extremisten verantwortlich gemacht. Nach Angaben der israelischen Behörden vom Sonntag wurden mehrere Verdächtige festgenommen.

Zu dem Angriff bekannten sich die als weitgehend aufgelöst geltenden Al-Aksa-Märtyrerbrigaden. Ob diese tatsächlich hinter der Bluttat standen, war zunächst jedoch unklar.

Aufruf zu Zusammenarbeit

Israels Regierungschef Netanjahu kündigte eine Bestrafung der Verantwortlichen an und rief die palästinensischen Autonomiebehörden auf, bei der Suche nach den Tätern zu helfen. Der palästinensische Präsident Mahmud Abbas verurteilte den Angriff und kündigte an, die Tätersuche mit den Sicherheitskräften der Autonomiebehörde zu unterstützen.

Auch die USA forderten die Palästinenser zur Zusammenarbeit bei den Ermittlungen auf. UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon verurteilte den "schockierenden Mord".

Der israelische Entscheid zum Bau neuer Siedlungen dürfte die Bemühungen um einen Frieden zwischen Palästinensern und Israelis erheblich erschweren. Der palästinensische Unterhändler Saeb Erekat verurteilte den Schritt und forderte die internationale Gemeinschaft zum Eingreifen auf, um "einen Teufelskreis aus Gewalt und Gegengewalt zu verhindern".

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SDA-ATS