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Tränen in der Familie des getöteten Palästinenser-Jugendlichen bei der Trauerfeier am Samstag in Gaza.

KEYSTONE/AP/KHALIL HAMRA

(sda-ats)

Militante Palästinenser im Gazastreifen haben Israel am Samstag mit rund hundert Raketen und Mörsergranaten angegriffen. Bei Vergeltungsangriffen der israelischen Luftwaffe starben zwei palästinensische Jugendliche.

Die Zahl der auf israelisches Gebiet abgefeuerten Geschosse nannte der israelische Brigadegeneral Zvika Chaimowitsch. Verantwortlich für die Angriffe seien die im Gazastreifen herrschende Hamas sowie andere radikalislamische Organisationen.

Israel habe mit der grössten Angriffsserie seit dem Gaza-Krieg 2014 reagiert. "Wir befinden uns mitten in einer Angriffskampagne", sagte er. Bei einem israelischen Luftangriff auf ein Hamas-Gebäude in der Stadt Gaza wurden nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Gaza zwei Teenager getötet und 14 weitere Menschen verletzt.

In der israelischen Grenzstadt Sderot sei eine Rakete eingeschlagen und habe drei Menschen verletzt, sagte Chaimowitsch. Auch die Küstenstadt Aschkelon sei angegriffen worden.

Armee: Wir sind vorbereitet

Israel habe Raketenabwehrsysteme im Gebiet nahe dem Gazastreifen positioniert. "Wir sind für alle Szenarien vorbereitet", sagte der Brigadegeneral. Bisher hätten die meisten der aus Gaza abgefeuerten Geschosse eine Reichweite von weniger als zehn Kilometern gehabt.

Die Raketenabwehr habe bislang 20 "relevante" Geschosse abgefangen. Dabei handle es sich um Raketen oder Mörsergranaten, die Bevölkerungszentren oder militärische Einrichtungen bedrohten, sagte er. Man tue alles, um den Schaden gering zu halten. "Aber es gibt keinen hundertprozentigen Schutz."

Netanjahu droht mit Verschärfung

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu drohte am Samstag mit einer Verschärfung der Angriffe im Gazastreifen, sollten Raketenangriffe militanter Palästinenser auf Israel andauern. Bei einer Beratung mit Verteidigungsminister Avigdor Lieberman und der Armeespitze habe man sich "für einen entschlossenen Einsatz gegen den Hamas-Terror entschlossen", sagte Netanjahu.

Seit dem 30. März haben israelische Soldaten bei teils gewaltsamen Protesten an der Gaza-Grenze nach palästinensischen Angaben rund 140 Menschen getötet. Viele davon waren Hamas-Mitglieder. Die Palästinenser fordern ein Ende der vor mehr als zehn Jahren verhängten Gaza-Blockade und ein Rückkehrrecht palästinensischer Flüchtlinge in das israelische Staatsgebiet.

Hamas wollte "klare Botschaft senden"

Hamas-Sprecher Fausi Barhum sagte am Samstag, man wolle mit den Angriffen auf Israel eine "klare Botschaft senden" und "den Feind dazu zwingen, die Eskalation zu stoppen".

Am Abend verkündete die Hamas schliesslich eine Waffenruhe. Barhum teilte mit, ägyptische Bemühungen um eine Beruhigung der Lage hätten Erfolg gehabt. Ein Sprecher des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu wollte sich dazu nicht äussern.

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