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Israels Ex-Regierungschef Olmert zu längerer Haft verurteilt

Der wegen Korruption verurteilte Ex-Regierungschef von Israel, Ehud Olmert, muss länger in Haft. Statt 18 Monate sind es nun 19 Monate, berichtete die Nachrichtenseite ynetnews am Mittwoch. Seine Haftstrafe soll Olmert am kommenden Montag antreten.

Der 70-Jährige soll versucht haben, seine frühere Sekretärin Schula Saken von einer Aussage gegen ihn abzuhalten. Ein Gericht hatte ihn dafür zu sechs Monaten Haft verurteilt. Die Strafe sollte zunächst als Teil einer Einigung mit den 18 Monaten Haft verrechnet werden. Nun entschied ein Richter jedoch, dass dies nur teilweise möglich ist. Olmert muss zudem umgerechnet rund 13'000 Franken Strafe zahlen.

Olmert war Ende Dezember letztinstanzlich zu 18 Monaten Haft verurteilt worden, weil er in seiner Zeit als Jerusalemer Bürgermeister (1993 bis 2003 für die konservative Likud-Partei) in den Bestechungsskandal um das gigantische Immobilienprojekt Holyland verwickelt war.

Zehntausende Dollar Bestechungsgelder

Hängig ist gegen Olmert noch die letztinstanzliche Entscheidung über eine weitere Haftstrafe von acht Monaten in einer Korruptionsaffäre. Im Mai vergangenen Jahres war er schuldig gesprochen worden, von dem US-Geschäftsmann Morris Talansky zehntausende Dollar Bestechungsgelder angenommen zu haben, als er ab 2003 als Handelsminister wirkte.

In diesem Fall steht ein noch nicht terminiertes Berufungsverfahren vor dem Obersten Gerichtshof aus. Auch gegen den am Mittwoch verhängten zusätzlichen Haftmonat ist noch ein Einspruch möglich.

Olmert ist der erste frühere Regierungschef Israels, der ins Gefängnis muss. Als Ministerpräsident diente er seinem Land von 2006 bis 2009 für die zentristische Partei Kadima.

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