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Italien feiert 150. Geburtstag mit Truppenparade und Gala

Mit farbenprächtigem Pomp und internationaler Polit-Prominenz hat Italien am Donnerstag seinen 150. Geburtstag gross gefeiert - allen inneren Streitigkeiten und der Uneinigkeit zwischen armem Süden und reichem Norden zum Trotz.

Am Morgen eröffnete der italienische Staatspräsident Giorgio Napolitano den Festtag mit einer Kranzniederlegung am Grab des unbekannten Soldaten vor dem Vittoriano-Monument in Rom. Im Jahr 1861 hatte König Viktor Emanuel II. Italiens Einheit begründet.

Etwa 80 Delegationen mit vielen Staats- und Regierungschefs waren für die Feierlichkeiten an den Tiber gereist und hatten der Parade Tausender Soldaten beigewohnt, die teils in historischen Uniformen vom antiken Kolosseum zur Piazza Venezia am Vormittag defilierten.

Am Mittag kam dann in der prächtigen Villa Doria Pamphilii der italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi unter anderem mit dem Kremlchef Dmitri Medwedew und US-Vize Joe Biden zu einem Arbeitsessen zusammen.

Schärfste Sicherheitsvorkehrungen galten den Tag über in Rom. Auf den Dächern waren Scharfschützen postiert, über der Ewigen Stadt gab es ein Überflugverbot. Etwa 2500 Polizisten und Soldaten waren im Einsatz - zu Fuss, zu Pferd, per Auto und Helikopter, um über Dutzende von Staatschefs zu wachen.

Neben Medwedew und Biden waren auch Israels Präsident Schimon Peres, Palästinenserpräsident Mahmud Abbas und Afghanistans Staatschef Hamid Karsai für den Feiertag nach Rom gekommen. Auch Bundespräsidentin Micheline Calmy-Rey nahm an der Feier teil.

Pfiffe und Applaus für Berlusconi

Berlusconi, der bei Kommunal- und Provinzwahlen gerade erst eine schwere Schlappe hatte hinnehmen müssen, wurde mit einem Gemisch aus Pfiffen und Applaus von den Schaulustigen am Strassenrand begrüsst. Auf dem Programm stand auch der traditionelle Überflug der legendären Kunstflugstaffel Frecce Tricolori, die Italiens Farben grün-weiss-rot in den Himmel "malte".

Napolitano hatte bereits die eigentlichen Jubiläumsfeiern am 17. März angeführt. An dem Tag vor 150 Jahren war es Viktor Emanuel II., der erste König des Landes, der das Königreich Italien ausrief und damit 1861 die Einheit des Landes herstellte.

Als der Nationalheld dieser Einheit gilt bis heute vor allem Giuseppe Garibaldi. Der 2. Juni ist Nationalfeiertag der Republik Italien, denn an dem Tag 1946 hatten die Italiener per Referendum die Monarchie abgeschafft.

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