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Ein Verkehrpolizist regelt den Verkehr in Lavertezzo im Verzascatal, das im Sommer bei Touristen sehr beliebt ist, am Samstag, 5. August 2017. (KEYSTONE/Ti-Press/Pablo Gianinazzi)

KEYSTONE/TI-PRESS/PABLO GIANINAZZI

(sda-ats)

Das Dörfchen Lavertezzo im Tessiner Verzasca-Tal wird in diesem Sommer wegen eines viral gegangenen Videos von italienischen Touristen überschwemmt. Alle wollen den Ort sehen, den ein Blogger als die "Malediven von Mailand" beschrieb.

Blauer Himmel, Sonne, Wasser in Türkiston - und das alles nur eine Stunde von Mailand entfernt: So präsentierte der italienische Blogger Marco Capedri Mitte Juli in einem 74-sekündigen Video den Ort, durch den das glasklare Wasser der Verzasca fliesst.

Männer und Frauen springen im Video vom Felsen mit der berühmten Doppelbogen-Brücke im Hintergrund, planschen im Wasser und schwärmen vom traumhaften Flecken, der an das Inselparadies im Indischen Ozean erinnert. Das kam an im Internet: Facebook zeigt für das Video seit dem 10. Juli fast drei Millionen Views an. Weit über hunderttausend Klicks heimsten die Aufnahmen auch auf YouTube ein.

Lavertezzo selbst sah sich plötzlich mit noch mehr Touristen als üblich konfrontiert. Einheimische begannen sich zu beschweren über die Scharen, die sich offenbar nicht immer ganz vorbildlich benahmen.

Spätestens als sich der Gemeindepräsident in einer italienischen Zeitung wünschte, die Italiener würden doch ihre Autos ordentlich parkieren und die Regeln des Ortes beachten, nahmen auch internationale Medien - unter anderen die britische BBC - den unverhofften Touristenboom auf.

In den Online-Kommentarspalten gab Lavertezzo auch zu reden: Kenner bestätigen die traumhafte Schönheit, weisen aber auf etwas hin, das aus dem Video nicht hervorgeht: Dass nämlich das klare Wasser - anders als auf den Malediven - bitter kalt sei.

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SDA-ATS