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Die Steuerpolizei hat am Montag den Sitz der italienischen Oppositionspartei Lega Nord durchsucht, die in den Sog eines Skandals um Veruntreuung von Parteigeldern und Günstlingswirtschaft geraten ist. In dem Fall ermittelt auch der Rechnungshof in Rom.

Vermutet wird, dass die Lega Gelder, die sie als Rückerstattung von Wahlkampf-Spesen erhielt, veruntreut hatte. Die Mailänder Staatsanwälte, die im Fall ermitteln, suchen nach Diamanten im Wert von 200'000 Euro, die der zurückgetretene Schatzmeister der Lega Nord, Francesco Belsito, erworben haben soll. Die Diamanten sollen verschwunden sein.

Aus Ermittlungen der Mailänder Staatsanwaltschaft geht hervor, dass Belsito und der vor zehn Tagen zurückgetretene Lega-Chef Umberto Bossi Gelder aus den Parteikassen entwendet haben sollen. Schwere Vorwürfe wurden auch gegen Bossis Söhne Renzo und Riccardo erhoben.

Mehr als 200'000 Euro aus den Lega-Kassen sollen illegal an Bossis Söhne geflossen sein, weitere 200'000 bis 300'000 Euro an die Lega-Gewerkschaft SinPa, vermuten die Ermittler. Dabei geht es um die Verwendung von Millionen aus dem Topf der Wahlkampfkostenerstattung, die der Lega jährlich zufliesst.

Die Untersuchung kreist um Belsito und zwei weitere Personen. Die Vorwürfe gegen Belsito lauten auf illegale Parteienfinanzierung, Betrug auf Kosten der Staatskassen und Geldwäsche.

Der 41-Jährige soll öffentliche Gelder, die die Lega als Rückerstattung von Wahlkampf-Spesen erhalten hatte, zugunsten der Familie Bossi unterschlagen haben. Belsito wurde am Donnerstag aus der Partei ausgeschlossen.

SDA-ATS