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IV-Chef klagt den Hörgerätemarkt der illegalen Preisabsprachen an

Dieser Inhalt wurde am 08. November 2009 - 11:16 publiziert
(Keystone-SDA)

Bern - Der abtretende IV-Chef Alard Du Bois-Reymond vermutet Kartelle auf dem Hörgerätemarkt. Er hat nach eigenen Angaben "deutliche Hinweise" darauf. Du Bois-Reymond will zudem die Kinderrenten prüfen, obwohl er dies für politisch heikel hält.
Bei den Hörgeräten liege von allen Hilfsmitteln mit 50 Millionen Franken das grösste Sparpotenzial drin, sagte der Chef der Invalidenversicherung im Interview mit der Zeitung "Sonntag". Er habe "deutliche Hinweise" darauf, dass in der Schweiz "ein rechtswidriges Kartell oder ein Monopol bestehe", auch wenn sich dies nicht beweisen lasse.
Alard Du Bois-Reymond zufolge gibt es keine andere plausible Erklärung dafür, dass etwa in Grossbritannien - wo die Beschaffung von Hörgeräten ausgeschrieben werde - dasselbe Gerät sieben- bis zehnmal weniger koste als in der Schweiz. Damit müsste sich auch die Wettbewerbskommission auseinandersetzen, findet der IV-Chef. "Und ich klärte den Preisüberwacher auf."
Bei den Renten, die im Rahmen der 6. IV-Revision ebenfalls auf Sparpotenzial hin überprüft werden sollen, will Du Bois-Reymond "nicht mit dem Rasenmäher" drüber. Sein Ziel sei, die Hauptrenten nicht anzutasten. Ansetzen will er an einem anderen Ort: "Wir müssen aber sicher die Kinderrenten prüfen".
Politisch und kommunikativ sei dies zwar heikel, doch die betroffenen Kinder seien gar nicht behindert, sondern deren Mutter oder Vater. Zudem seien die Kinderzulagen in der IV höher als normale Kinderzulagen.

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