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Der Internationale Währungsfonds hat ungeachtet einzelner positiver Anzeichen ein trübes Bild der Euro-Zone und ihrer Wachstumsaussichten gezeichnet.

Für den Fall, dass sich die Bedingungen noch einmal substanziell verschlechterten, seien zusätzliche geldpolitische Stützungen für die Konjunktur in Form von Leitzinssenkungen und weiteren unkonventionellen Massnahmen nötig, erklärte der IWF am Donnerstag zum Abschluss einer Prüfmission für den Währungsraum.

Die wirtschaftliche Erholung in der Region bezeichneten die Konjunkturexperten als diffus. Die Gefahr einer Stagnation sei gewachsen, auch von deflationären Tendenzen war die Rede. Die hohe Arbeits- und Jugendarbeitslosigkeit in vielen Ländern drohe das dauerhafte Wachstumspotenzial zu verringern.

Die Euro-Zone wird nach IWF-Berechnungen in diesem Jahr mit einem Minus von 0,6 Prozent bei der Wirtschaftsleistung weiter in der Rezession bleiben, dann aber im nächsten Jahr mit 0,9 Prozent und ein Jahr später mit 1,3 Prozent wieder in die Wachstumszone zurückkehren.

Neue Stellen müssen her

Dennoch warnte der IWF, angesichts vielfältiger Negativentwicklungen und angesichts immer geringer werdender politischer Handlungsspielräume sowie eines nach wie vor fragmentierten Banken-Sektors hätten die Risiken einer Stagnation, verbunden mit sozialen und politischen Spannungen und mit Übersprungeffekten auf die Weltwirtschaft, zugenommen.

Daher sei es nun am wichtigsten, das Wachstum wiederzubeleben und neue Jobs zu schaffen, resümiert der IWF. Dazu bedürfe es insbesondere der Reparatur der Banken-Bilanzen, damit das Kreditgeschäft gerade an die kleinen und mittleren Firmen wieder in Gang komme.

Zudem müssten die Euro-Länder rasch Fortschritte auf dem Weg zu einer umfassenden Bankenunion machen, zu der auch ein zentraler europäischer Abwicklungsmechanismus zählen müsse.

"Ein Mangel an Reformen würde die Wachstums- und Job-Aussichten unterminieren", warnte der IWF. Die Euro-Zone gilt derzeit als der gewichtigste Bremsklotz der Weltwirtschaft. Nicht nur die Schwellenländer, allen voran China, erzielen weitaus stärkere Wachstumsraten. Auch die US-Wirtschaft wächst weit kräftiger als die der Euro-Zone.

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SDA-ATS