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IWF stoppt Millionen-Hilfszahlung an Afghanistan wegen Bankenkrise

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat Afghanistan-Hilfen in Höhe von 70 Millionen Dollar nach dem Beinahe-Kollaps der grössten Privatbank des Landes gestoppt. Ein Regierungsberater am Freitag sagte, dies sei ein Problem für die Regierung und für das Land. Der Schritt sei aber erwartet worden.

In einer Erklärung vom IWF hiess es, es gebe noch wichtige Punkte, die angegangen werden müssten. Wie schnell die Gelder freigegeben würden, hänge von den Behörden ab.

Die Kabul-Bank verwaltet die Gehälter für Regierungsangestellte, Soldaten und die Polizei in Afghanistan. Nach Vorwürfen des Missmanagements, der Vetternwirtschaft und fragwürdiger Kreditvergabepraktiken wurde das grösste Kreditinstitut Afghanistans der Kontrolle der afghanischen Zentralbank unterstellt.

Die Krise bei der Kabul-Bank begann im vergangenen Jahr, als bekannt wurde, dass Millionen Dollar an fragwürdigen Krediten an Anteilseigner vergeben wurde, darunter den Bruder des Präsidenten Hamid Karsai. Einige nutzten die Darlehen, um Luxus-Anwesen in Dubai zu bauen oder in riskante Prestigeprojekte wie eine Fluglinie und Einkaufszentren in Kabul zu investieren.

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