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Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat sich positiv geäussert zur Einführung von Negativzinsen durch einige Notenbanken. Der Schritt kann aus Sicht des IWF dabei helfen, einen zusätzlichen monetären Stimulus zu liefern und die Darlehensbedingungen zu erleichtern.

Sechs Notenbanken haben bereits Negativzinsen eingeführt, unter ihnen die Schweizerische Nationalbank (SNB), die Europäische Zentralbank (EZB) und die Zentralbank Japans. Der IWF räumte ein, dass es nur begrenzte Erfahrungen mit Negativzinsen gibt, wie aus einer Erklärung vom Sonntag hervorgeht.

Dennoch könnten sie hilfreich sein sowie die Nachfrage und die Preisstabilität unterstützen, schrieb der IWF-Direktor für Geld- und Kapitalmärkte, Jose Vinals, in einer Analyse. Sie wurde vor dem IWF-Treffen nächste Woche in Washington veröffentlicht.

Kritiker der Negativzinsen bewerten diese als Zeichen der Verzweiflung. Notwendig seien eher höhere Staatsausgaben als eine weitere Lockerung der Geldpolitik, lautet ihr Argument. Sie befürchten ausserdem, dass der Wirtschaft durch Negativzinsen geschadet werde, weil die Gefahr von Blasen bei Finanzanlagen wachse und die Gewinnmargen der Banken gedrückt würden.

Der IWF warnte zugleich, dass es Grenzen für die Wirksamkeit von Negativzinsen gebe. Blieben sie zu lange im negativen Bereich würden der Bargeldverkehr zunehmen und damit die geldpolitischen Massnahmen untergraben. Auch Lebensversicherer, Pensionen und die Ersparnisse der Bürger würden gefährdet.

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SDA-ATS